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über einen Berg von kalkartigerErde, der angebauetund mikOelbaumen beseht ist. Es ist anzumerken, daßob es gleich in diesem Theil viel erdigte Hügel giebt sol^che nicht die höchsten sind, sondern es sind höhere davon kalkartigcm Stein, die noch nicht aufgelöset sind. ^FünfMeilen von Alcaudere ist Alcala la Äeal,in einer so erhabnen Lage, daß es sein Wasser zwischendem Ocean und dem mittelländischen Meer durch dieFlüsse GenN und Guadalquavir vertheilt. Ichsahe weißen und geäderten GypS auf einem der höchstenBerge, und fand in vielen Hügeln zusammengebackneund in Felsen verwandelte Steine. Von diesen sindauch in dem Genil, aber er führt sie nicht weit; dennso schnell er im Sommer ist, wenn der Schnee schmilztso sieht man doch keinen einzigen Stein bey Lopa. ^Die sehr schöne Lage der Stadt Grenada ist amFuß des höchsten Berges in Spanien, und der zu.gleich den weitesten^Umfang hat. Er ist beständig mitSchnee bedeckt, und wird deswegen Sierra Nevadagenennet. Die Berge der zweyten Ordnung sind vonmehrerley Art. Einige bestehen aus kahien Steinen;andere aus Felsen mit senkrechten und schiefen Spalten;noch andere sind van rother Erde mit Bäumen, Stau-den und Pflanzen bedeckt. Einer dieser Berge, dersehr hoch ist, besteht vom Fuß bis an den Gipfel ausgeädertem Marmor. Ein andrer, dessen Fußerde vol-ler Spath ist, hat einen Gipfel von kahlen Felsen. Esgiebt noch viele andre von verschiedenen Formen undMaterien. Das, was die größte Aufmerksamkeit ver-dienet, ist, daß der mehreste Theil dieser Hügel vollerSilber- und Kupferminen ist, deren einige von denMauren befahren worden, die andern ihnen aber nichtbekannt gewesen sind.
Der Gipfel der Sierra Nevada besteht bisGranada aus einem ungeheuren Steinfelsen, der
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