s62
lich; denn wie die Portion Marmor, die sich erhalt,4wch seyn mag, so brauset sie mit Sauren auf, wel-che aber auf den auö der Auflösung entstehenden Sandkeine Wirkung thun. Das Kory des Steins ist sehrfein, aber es giebt noch viel feinere, die, so zu reden,«n der Luft fliegen, dergestalt, daß, wenn der Hügelfich gänzlich a'uflösete, die Winde im Augenblick denSand wegführen, und keine Spur des Hügels übriglassen würden..
Eine halbe Meile von Molina ist ein Hügel anDem mittäglichen Ufer des Flusses, auf dessen GipfelMarmor in Stücken gefunden wird, der auf Gypö-slein in rothen und weißen Lagen ruhet, unter welchenman mit dem Flusse gleich große Schichten von rothem'Sandstein nst't rundem, weißem und rothem Quarz ver-^mischt, und dem wahren morgenländischen Eibidargleich, antrifft. Der ganze Abhang des Hügels istbebauet, und man sieht deutlich, daß die röthliche Erde,Die beackert wird, nichts anders als GypS ist, der in^Kalkstein ausgeartet ist. Wenn man diese Erde um-wühlet , so findet man.viele Krystallsaulen von sechsgleichen Seiten, deren beyde Spitzen eben so vollkom-men platt als die Smaragde von Peru sind. Esgiebt deren von einem Zoll lang; sie sind talkartig, lö-sen sich in Sauren auf, und glänzen, wenn man sieins Feuer legt. Ich glaube, daß diese Krystalle seitder Verwandlung des Gypses in Kalk erzeugt sind. DerSandstein löset sie. ausgleiche Art auf, und ihr Sandverändert gänzlich seine Natur; denn er nimmt dieForm einer wahren fetten und rothen Thonerde wiederan, die so fein ist, daß man sie zu Miniaturmalereyen
gebrau-
') Eine Marmorart, davon eine von Rom gebrachte Ta-fel ju dem Altar der Kirche der Vater vonSk.Galvadovzu Madrid gekommen ist.