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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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264
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die Schichte des sündigten Felsens entstanden sind, der,ehe er zum Felsen wurde, loser Sand war. Es ist au«genscheinlich, daß die Erden aus aufgelöseten Steinenentstehen, indem man in diesen Marmorfelsen senk.rechte, schiefe und wagrechte Risse und Oeffnungmvoller Erde und Sand sieht, welches sichtbare Produktedes zerstörten Steins sind. In diesen kleinen und gros-sen Rissen wurzeln die Baume und Stauden, die manjn den Gebirgen findet. Man bemerkt, daß die Erdedieser Risse von gleicher Farbe mit der auf den nahenFeldern ist, und wenn ein Fels mit Werkzeugen aus.gehauen oder mit Pulver gesprengt wird, so bemerktKran in seinem Mittelpunct eben die Erde und Sand.Auch trifft man oft (wenn ich so reden darf) halb ver.faulte Stücken Stein an, denen es nur an Zeit fehlt,in ihren ursprünglichen Zustand von Erde und Sandverseht zu werden.

Wenn man den Fluß von Molina bis nach demDorf vosi prados Red-ndos hinabgeht, so trifftman eine tiefe Ravine an, welche das Wasser machte,indem senkrecht zwey Felsen über hundert und fünfzigFuß tief durchgrub. Wenn man sorgfältig den Ein.schnitt dieser Felsen beobachtet, so bemerkt man, daßihre zufällige Auflösung zu der Tiefe der Ravine beyge.tragen hak, weil sie sich an gewissen Orten lagenweise,und an andern in unordentlichen Blöcken brechen.

Unterhalb prados Redondos findet man einenkleinen Hügel nahe bey einer Mühle, welcher mit ver.schjedenen andern eine niedrige Kette macht. Dieser.Hügel besteht aus sehr abschüssigen Kalkfelsen, vollerwagrechken und schiefen Oeffnungen von allerley Größe,von sechs Fuß an bis zu der Dicke einer Karte. Inden Blättern dieser Oeffnungen bemerkt man viele Den.