Feile. Ich körnte und zerrieb Platina einige Tage langmit zwey bis drey Unzen im Wasser aufgelöseten Su,blimat und ein wenig Quecksilber; hierauf wurden dieHörner des Platina in den Goldtheilchen dem Augesichtbar, ohne verquickt zu seyn. Aus allem diesemschließt man, wie gefährlich es wegen der leichten Ver-fälschung seyn würde, einem metallischen Sande, wied^is Platina ist, weiches fs leicht mit Golde schmelzt,Wd schwerer als dasselbe ist^ im Handel Umlauf zu ver-statten.
Ich hatte bey allen meinen Versuchen nicht immerMuße , die Portion, die ich bearbeitete, zu wagen,weil ich die Absicht hatte, Proben im Großen zu ma-chen, ehe ich mich auf umständliche Nachricht von ei-ner so verwickelten Sache mit aller Genauigkeit ein-ließe. Ich will nur noch anführen, daß sich das Pla,tcha gleich dem Golde nicht gut mit Schwefel oder Ar-senik vermischt; yiePeruvianer haben daher wohlRechLgehabt, es weißes Gold zu nennen,
Was ich bisher gesagt habe, konnte hinlänglichseyn, einen Begriff von dem Platina zu geben, unddenen, die einen Bericht davon von mir verlangt- hat.ten, eine Genüge zu leisten: da ich aber die Absichthatte, noch weiter zu gehen, und diese sonderbare Ma-terie mit andern Metallen zu probiern, so schmelzte ichein wenig Platina mit Kupfer, und es gelang so gut,-aß das Kupfer mir stärker und harter zu werdenschien, als wenn es mit Zinn geschmolzen wird. Ichschlug den Stückgießern vpr, einen Versuch im Großenzu machen, aber sie wollten nicht,
Ich that ein kleines mit Platina geschmolzenesStück Kupfer in sehr starkes Scheidewasser, und michdünkte, als wenn sich diese Säure an das Platinqhieng, ey auszulosen, Wd das Kupfty nicht berührte.
Perm