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stern unbekannt, der weit süßer als dex aus Chinakommende ist. DerKumin zeßtheilt die Winde und dieDünste des Haupts. Zu ^Horazens Zeiten glaubteman zu Rom, daß der Kuniin eine bleiche Farbegäbe. Denn <r sagt, sein« Nachahmer waren soge-sinnet, daß, wenn er zufälliger Weise eine blasse Farbebekäme, so würden sie einen Decöct von Kumin trinken,um ihm zu gleichen.
vecipik exeniplar vinis imirakile» ()uo6stk-llcrem calü, bikermr exanzue cuminum.
O imirsrores ser^um Pecu;! ur nüki ssepevilem, saepe soöüm Vestrj movere rumulrur.
^pist. , y.
Der Kümmel, der eine Aehnlichkeit mit dem Ku-min hat, wird in Deutschland unter Sauerkraut ge-treuer. An einigen Orten in Spanien habe ich Ku-min ungesäet aufkominen sehen, so wie der gemeineFenchel, dessen Korn dem gemeinen Anies und demmarsilianifchen Seselkraut ähnlich ist: aber AnieS undKümmel habe ich nirgends ungesätt, oder unangebauetfortkommen sehen.
Zu Valenzia wird in den Banmgärten viel Luzerngesäet, den die Pferde gerne fressen; und da diesesKraut Substanz hat und lange dauert, ohne daß eövon neuem gesäet werden darf, so bäum es die Eng-länder für ihre Heerden in großerMenge und nennen esspanischen Klee. Seine Wurzel wird zu Zahnbürstengebraucht.
Der gewöhnliche Terpentin ist in Spanien sehrgemein. Ein Insect sticht den Baum, um seine Eyerhineinzulegen, und daraus entstehet eine korallenfarbneNuß, welche auf einen halben Zoll lang wächst, unddie Gestalt eines Hirschhorns annimmt, daher man inSpanien diesen Terpentin gemeiniglich Cornicabra
neu-