Band 
Erster Theil.
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61
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Von der Eigenschaft der Baume. 61

len sie nicht fort, sondern werden Moosig undPollfohr.

§. 12 .

Dieser Baum hat auch die Eigenschaft,daß er zumahl in einen schweren und leimigenBoden, auch lockern Sande eine Wurzel etlicheKlafter tief nach Unterscheid seiner Größe, ge-rade unter sich in die Erde treibet, welches mandie Pfahl- oder Herz-Wurzel nennet, und dieeiner Steck-Rübe gleichet, welche dann auchan denen Psianz-Heisiern, wenn solche auf einenleimigen Boden gezogen sind, einige Spannenlang ist. Dieses ist nun die Haupt-Wurzel,wodurch der Baum seine beste Nahrung ausder Tiefe der Erden an sich ziehen, und sich damitin den Wachsthum befestigen muß. 'Kommtsolche aber aus den Ort-Stein, welchen sie we-gen seiner Harte nicht Vurchdringen kann, sobleibet er in Wachsthum stehen, und wird wieich schon gedacht habe moosig und Pollsohr, biser zuleht gar verdorret.

Man kann zu einen sichern Merkzeichennehmen, daß wo die Eichen an einen Orte sobeschaffen sind, und nicht fortwollen, emderglei-chen Kieß-Boden anzutreffen sey, welches aberdaftrn dieser Kieß etwas tief stehet und dick ist,auf keinerley Weise verbessert werden kann, son-dern es muß allda entweder Tangel oder Bir-ken-Holz angebauet werden, dessen fiachstehende

Wur-