Von der Eigenschaft der Baume. 75
Schale der Nuß, ehe sie eine Puppe und flie-gendes Jnseckt wird, durchbohren und sich vor-her eine Thür öftren könne, woraus sie nachherwenn die Made, das inwendige der Nuß ver-zehret hat, und wieder zu einer Schlupf-Wespegeworden ist, Abschied nehmen könne, wenn siewill. Man kann auch von aussen an der Nuß,wenn sie noch weich und zu ist, den Stich wel-chen die Schlupf-Wespe in die Schale derselbengethan hat wahrnehmen, dieser schwellet auf undbleibet knorplich und weicher wie die andereSchale: Bey diese» öffnet sich auch die Madewieder den künftigen Ausgang. Ich habe mirviele Muhe gegeben, die Haushaltung und Zeu-gung der Inseck'ten, auch andere Thiere zu un-tersuchen, Hiebey habe ich vieles entdecket, wel-ches andern zwar schon bekannt war, wenigstensglaubte ich es nicht eher, als bis ich es selbst un-tersuchet hatte. Doch ich habe mich bey dieserWurm-Historie schon zu lange ausgehalten.Nur dieses muß ich noch hinzu setzen, wie dieSpinne, welche einige in den Gall-Äepfeln wol-len gesehen haben nichts anders sey, als dieschon auögekrochene, noch zarte Schlupf-Wespeselbst, welche endlich ihre natürliche Farbe an-nimmt, und von Cörper hättet wird, oder daßzufälliger weise eine kleine Spinne in die Löcherder Gall-Aepfel, woraus die Schlupf-Wespenschon Abschied genommen mag gekrochen seyn.Es wachsen auch aufder Eiche, so wie auf Obstund andern Bäumen, sa so gar auf den alten
Wei-