Band 
Erster Theil.
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125
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Von der Eigenschaft der Baume. 125

blätterig, wird aber nicht so leicht hohl, als wenner auf einen fetten Lande stehet. Es ist diesesbey denen Linden welche vor Braunschweig andem Wolfenbüttelfchcn Wege stehen zuerfehen.Diese müßten in Betracht ihres Alters dafernsie auf einen bessern Boden stünden schon weitgrösser seyn, hingegen sind die welche auf denhart an dem August Thore liegenden Soldaten-Kirchhofe vordem gestanden haben, weit frecherin die Hohe gewachsen, als die so gleich daranim Sande stehen. Sie kommt zwar im Sandesuch fort, doch viel langsamer. Zum Bauentaugt dieses Holz auch nichts es ist zu weich,Und wird leicht wurmstichig. Zum Brennenwird es nicht als in Ermangelung eines bessernHolzes genommen. Seine Kohlen werden inder Arzeney zu einigen Pulvern, und in derFeuerwerkerey zu langsamen Saßen gebrauchet,weil sie nicht so rasch als die von Tannen Holzesind. Es giebt von diesen Baume bey unszweyerley Arten, nehmlich die Winter und dieSommer-Linde. Erstere schlagt spate aus, hakkleinere und dunkel grüne Blätter, ein bräunli-cher und fester Holz, und wird am meisten inden Hölzern angetroffen, welche man dost) falschdas Mannlein nennet weil dieser Baum beyder-ley Geschlechts zugleich ist. Die andere Art,nehmlich die Sommer-Linde wächst wie ich schongedacht habe auf denen Kirchhöfen, und bey denHäusern, und hat grosse helle recht Graßgrüneund fette Blatter schlagt auch eher aus. Auf

einen