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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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6.) Die Insel Vulcano

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ist von demCapo Melazzo inSiciliennur etwa dreyfsig italienische Mei*len entfernt, und jetzt durch einen 100 Faden breiten und sehr tiefen Canalvon der Insel Lipari, von welcher sie sonst einen Theil ausinachte, ge-trennt, hängt aber dagegen mit Vulcanello zusammen. Der daraufbefindliche Vulkan ist ein steiler, mit Asche bedeckter Berg, bey des-sen Ers\~; eun g man jeden Augenblick rückwärts glitschet. Der Um-fang seines Crate« betfägt mehr als eine (italienische?) Meile, Undstellt inwendig einen u*no;ekehrten Kegel vor. ' Herr von Dolomieubehauptet von demselben, dof s er einen gröfsern Eindruck mache, alsder Crater des Aetna. Spalanzanl stieg bis auf seinen Grund herab,und fand denselben so heifs, dafs ihm dioFufssohlen brannten. Nichtweniger heifs vv^f der aufsteigende Schwefeldampf, und man sähehier auch viele Schwefelstalaktiten. Im Mittelpuncte befand sich ein,im Durchmesser 45' haltendes, Loch, aus welchem ebenfalls sehr heifseDünste aufstiegen. Aufserdem zeigte sich hier eine Grotte, welchetief in die Wände des Craters hineinging, und einen erstickendenSchwefeldampf aushauchte. Fazello, einer der besten sicilianischenSchriftsteller, versichert, dafs dieser Vulkan noch im Anfang des lötenJahrhunderts Feuer und Bimssteine ausgeworfen, und dafs ein Haupt-ausbruch desselben im Jahr 1444 Statt gefunden habe, 1 der alles inder Nachbarschaft in Schrecken gesetzt hätte. Damals habe die Seerings um die Insel gekocht, und der Vulkan habe ungeheuer grolseFelsenstücke ausgeworfen; auch seyen im Meere neue Felsen entstan-