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selten recht heiter. Auch dauert hier der Winter sehr lange, undman geniefst kaum sechs Wochen lang wahre Sommer Witterung. Da-bey wehen fast zu allen Jahreszeiten heftige Winde und Orkane, die,wie die Gewitter, hier nicht selten Schaden anrichten. Bey der Rauh-heit des Clima’s wird daher Ackerbau und Obstzucht nur in einigenmilderen Gegenden des Unterharzes getrieben , indem im Oberharzselbst der Hafer nicht leicht zur Reife gelangt. Doch kommen daselbstüberall Kartoffeln fort, und um die Bergstädte zieht man auch diemeisten Iuichengewächse nebst Erbsen und Bohnen. Weit wichtigerfür die zahlreichen Bewohner dieses Gebirges (deren Zahl man auf56,000 Seelen angibt) ist indessen die Viehzucht, die hier nach Schwei-zerart betrieben wird und ganze Ortschaften nährt. Ja viele Bewoh-ner aus der Nachbarschaft des Harzes treiben ihr Vieh dahin, verpach-ten es dort den Sommer, und erhalten es um Martini sehr fett wieder.Das harzische Rindvieh selbst, welches man hier und da durchSchweizervieh verbessert hat, ist von ansehnlicher Gröfse, so wieseine Milch und die daraus verfertigte Butter und Käse von vortreff-lichem Geschmaeke. Die Harzkäse, besonders die Elbingeröderkäse,werden sehr geschätzt, und bis Hannover , Hildesheim, Braunschweigu. s. w. geschickt. Eben so beliebt sind die Elbingeröder Schaafkäse.Doch w ird die Sckaafzucht nur im Unterharz, und nicht so stark alsdie Rindviehzucht getrieben. Nicht minder wichtig ist endlich diesesGebirge wegen seines Reichthums an Mineralien, besonders an Silber-,Bley- und Eisenerzen. Aufser diesen liefert es auch Kupfer, Arsenik,Zink, Braunstein, Kobalt, Galmey, Nickel, Vitriol, Schwefel,