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Der Adel und die Geistlichkeit haben unter den Krymi-schen Tataren ein grosses Ansehen, und sind vormals oft imStande gewesen, dem Chan die Spitze zu bieten, und wohlgar dessen Absetzung zu bewirken. Der Chan wurde von je-her alle Mal aus der Familie Ghirei gewählt, von welcher esmir doch nicht ausgemacht scheint, dass sie von einem directenNachkommen Tscliingischans abstamme. Aus dieser Familie,wovon jetzt kein männlicher Abstammling mehr in der Krym,mehrere aber im Türkischen Reiche vorhanden sind, waren auchalle Mal der Kalga - Sultan, und Nuraddin - Sultan, dievornehmsten Personen nächst dem Chan. Von einer Nebenlinieder Gliireis, die, ich weiss nicht durch welches vormaligen ChansAnhalten beym Türkischen Sultane, von der seiner eignen Familie al-lein zugestandenen Regiemngssolge ausgeschlossen worden ist, sind
noch die so genannten T schob an - ghirei in der Krym übrig.Die andern alten adeligen Familien sind:
1) Zuvorderst Schirin, ein zahlreiches und mächtiges Ge-schlecht, welches hauptsächlich von Karassubasar bis gegenKertsch wohnt, und allein das Vorrecht hatte, Töchteraus der Familie Ghirei zu lieirathen, auch desshalb inverschiedenen Linien den Zunamen Ghirei führt. DieserStamm, der oft den Chanen durch seine Widersetzlich-keit gefährlich gewesen, und unter dem letzten Schahin—ghirei Chan am meisten gelitten hat, dennoch aber nochsehr zahlreich ist, soll seinen Rang von einem gewissenllangi-ßey herleiten, der vor Alters, zur Zeit eines all-gemeinen Aufruhres, bey welchem fast der ganze Stamm