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2 (1899) Die fremdländischen Weichfutterfresser ... / Russ, Karl
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Der grüne indische Bienenfresser. Der australische Bienenfresser.

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des Wassers geflogen seien. Der indische Bienenfresser hat einen lauten, ziemlich angenehmflötenden Ton, welchen er ost wiederholt, besonders des Morgens und gegen Abend und auchwährend er jagt. Zuweilen kollern sie sich gegen Sonnenuntergang, zu mehreren vereinigt,an den Wegen im Staub, augenscheinlich mit großem Vergnügen." Sie nisten inHöhlungen an Fluß- oder Bachufern und steil abfallenden Wegen, und das Gelegebesteht in zwei bis vier weißen Eiern. Die Brüt fällt in die Monate Märzbis Juli, sie findet im Norden früher, im Süden später statt. Nachdem dieJungen flügge geworden, bleibt die Familie noch Monate lang beisammen. Gleichallen Bienenfressern sind sie überaus gewandte Flieger.

Von Fräulein Christiane Hagenbeck erhielt unter der BenennungBicnen-fresser vom Kap" Emil Linden einen solchen Vogel, den er eine Reihe von Jahrenbefaß, obwol er ihn im nicht guten Zustande empfangen hatte. Als das Hauptsächlichste Futter erhielt dieser Vogel Bienen, Wespen u. dergl., jedoch nur verhältnismäßigkurze Zeit im Jahre. Im Herbst wurden allerdings Wespen genug eingesungen und im Früh-jahr gab es im Goldlack im Garten viele sonst selten gesehene große schwarze Hummeln, dieer ohne Schwierigkeit verschlang. Während des größten Theils des Jahres wurde der Vogelhauptsächlich mit Tangarensutler (s. S. 443) ernährt, mit Vorliebe aber fraß er Mehlwürmerund nicht minder Korinlen, von welchen beiden er eine ziemliche Masse täglich verschlang.Ich hielt ihn in einem besondern Käfig, da ich einen Vogel, der so zart er-scheint, nicht mit anderen zusammenbringen mochte. Sein Gebauer befindet sichhoch oben, und sobald er sieht, daß ich die Leiter ansetze, weiß er schon, daß ichihm frisches Flitter bringe und empfängt mich mit einem sehr angenehmen undlauten Pfeifen, das er vielfach zu einigen Akkorden ausdehnt und das dem Gesangder chinesischen Heherdrossel sl.tzueoäiopirou obinonsis, Osö.f gleicht, dein er es viel-leicht abgelauscht hat. Daß das Betragen nicht auch der Schönheit entspräche, kannich bei meinem Vogel nicht finden, sondern er ist eine angenehme, sanfte Er-scheinung, durchaus aber so lebhaft, wie z. B. Heherlinge und Drosseln, unddabei auch ein liebenswürdiger Käfigvogel. Mein Vogel ist nicht scheu, sondernsehr zutraulich, nimmt den Mehlwurm aus den Fingern; seine Gefräßigkeit istnicht groß; er läßt immer einen guten Theil des Futters übrig. Allerdings binich mit meinen Futtergaben gegen keinen Vogel karg, da bei mir jeder immerAuswahl haben und namentlich das reichlich finden soll, was er vorzieht."

Der grüne indische Bienenfresser heißt noch Hinduspint. Oommon luäiLu Lee-ealsr

ÜLnspottee (Lambusblatt) in Bengalen Zlo-ns-L^ee in Arrakan (Litt.); Otimnr» pssksriki (d. h. kleiner

grüner Vogel) in Telugu Hurrisl und katrinx» in Hindustan

XomeuolLtur: Llerops viri6is, L., Sr-., SoäAS., Zona^., Ä»ink., LeLcknro.; Ll.

orisutali« et >l. torgvLtus, ; All. eoromLuäus, A. I^amurelrii, ; Ick. iväieug. Ltt/r.; )l.

Der australische Lieiienfrcster sLIsrop8 ornatuo, Dak/t.j dürfte bisher erstein einziges Mal nach Europa eingeführt sein und zwar in den zoologischenGarten von Amsterdam i. I. 1864.Der Vogel", sagt Gould,hat so viele Vor-züge, daß er zweifellos stets als ein besondrer Liebling der australischen Ansiedler gelten kann.Die Schönheit seines Gefieders, die Zierlichkeit seiner Gestalt und sein anmuthiger Flug lassenihn der Aufmerksamkeit wol werth erscheinen. Er kommt in Neusüdwales und in alle» Kolonien,