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Die raben- oder krähenartigen Dögel.
im besten Wohlsein. Ueber den Nestbau berichtete i. I. 1875 Herr Grunack,doch hat er verschiedene unrichtige Angaben gemacht, weshalb ich die nachstehendenMittheilungen über den Brutverlauf nach Aufzeichnungen des Herrn Mensel gebe:Zur Anlage des Nests wählten sie stets einen Astwinkel und stellten um denwagerccht liegenden Ast herum das Nest her, sodaß der Ast im Nest zu sehenwar. Ich kann mit Entschiedenheit behaupten, daß das Männchen nur die Bau-stoffe herbeibringt, das Weibchen dagegen auf dem Ast sitzt und sie verarbeitetund zwar schrägschichtig, so wie der Ast liegt, unten dick, oben dünn. DasMännchen knetete seines Heu mit dem Lehm, der in einem Napf hingesetzt worden,unter einander und trug diesen Lehm und die Halme dem Weibchen zu, welchesallein arbeitete und nur ein unangenehmes Geschrei hören ließ, so oft dasMännchen kam. Das Schmieren mit Speichel, wie Andere berichten, ist nichtrichtig. Ich habe genau gesehen, wie das Weibchen von innen mit der Brustdrückte und von außen mit dem Schnabel schmierte. Dabei wurde es wol vomMännchen mit neuem Baustoff überrascht, ließ das häßliche Geschrei erschallenund riß einen Theil des noch nassen Lehms los. Dieser wurde dann jedesmalam Boden von beiden Vögeln mit lautem Geschrei besehen und vom Männchensehr begehrt. Da kam es dann vor, daß auch das Weibchen mit einem Halmnach oben flog. Es knetete mit den Füßen rund herum auf dem Nest, um denHalmen durch Verbindung mit dem Lehm den nöthigen Halt zu geben. Vondem durch das Andrücken und Antreten anhaftenden nassen Lehm mußte dasWeibchen sich öfter das Gefieder und die Füße reinigen. War das Nest trocken,so konnte man täglich beobachten, wie die Vögel daran umänderten. Zuweilenmochte der Bau ihnen nicht gefallen; dann rissen sie bis zu einer bestimmtenStelle Alles wieder ein und bauten von neuein. Am stärksten ist das Nest, wieschon gesagt, unten in der Mitte. Ich habe auch darauf achten müssen, ob beimAblösen während des Brütens die Vögel den Kopf nach der Hochseite bringenwürden. Dies ist aber niemals geschehen, sondern ich sah sie stets unten quersitzen, sodaß Herr Dr. Bodinus u. A. meinten, der obre Theil des Nests sei nurzum Schutz der Jungen da. Selbst beim Füttern der letzteren betraten die Altenniemals die dünnere Wand. Während des Streichens hatten sie übrigens auchim obern Theil Schutz gesucht. Ueber Nacht saß der andre Vogel oberhalb desNests, seitlich hart gegen den Baumstamm gedrückt, sodaß wer es nicht wußte,ihn kaum sah. Während die Gimpelheher sonst bei der geringsten Störung schreien,ging es beim Brüten ganz still zu. Wollte man das Wechseln sehen, so mußte
man sich sehr ruhig verhalten. Es geschah in der Voliere wie im Käfig nur,
wenn Niemand zu bemerken war. Machten die Frauen den Käfig rein, so
brüteten die Vögel gemeinsam und flogen nicht umher. Einmal wurde ein Tuch
vorgehängt, was die Vögel so sehr ärgerte und beunruhigte, daß wieder Allesoffen blieb. Sogar das Namenschild mußte ich fortnehmen. Und nun lugte der