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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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einleitung. fymbole. ftab ,

fyinbol auch bei bauernlehen, der anunan nahm einenfiab aus der band des alten belitzers und gab ihn in diedes neuen, Ar* gefch, von 1. Gallen 9, 183 (a, 1376-)

2- dev chrenecruda geworfen hat, muft in camilla dis-cin^tus, discalceatus, pah in manu , i'upra fepeni fahre,Jex fal. Gt.j nicht fowohl fyinbol der weggabe feines,grundeigen tliuins, als /.eichen der laiulftüchligkeU, ernie-rdrigung und kneditfchuft, weslialb er ihn auch nichtreicht oder wirft, londein in der hand hält. Die liehauf gnade oder uuguade ergeben, verurtheilte, tragenweiße fiäbc in liäuden: de bellrickede drug neue wehre,denn einen kleinen witten fiok to kerken u, to marke,Kugian. $5; der von Finzejiau fehiekte zween edelkna-ben mit weiften kleidern und ßäben ins lager, erbotlieh zur aufgabe und bat um freien ab/.ug. v, ßirkensoeftr. chrenl'p. fi, ß. (a. 1504); da gaben lie die itadt aufins kcilers hand . . alfo. lieft man lie ahziehen mit weißenfieblin , wie gefangen kriegsleut. iialtaus 1711; in inu-nieipio Welda fagitlariorum fodalitales curionem de morepraefectum habent et albis unerati dextram virgis-, ve-lut lervitulis imlicio, di vis ie repraefenlant. Gramayeantiq. anlvej p. p. 43; die verurtheilten aufriihrer muttenmit weißen ßäben aufm markte kniende der herfchaftaufs neue fchweren, huldigen und geloben, ihr lebeslagebei verluft leibes und lebens dielen weißen ßab zu tra-gen. Funccii ann. gorljc. (a. 1576.); abzieheh mit einemftebli ohne die hab (mit liab oline hab). Mone bad. ar-chiv 1, 114 . Noch jetzt gehen an einigen orten, na-mentlich in flolland, dienftlgfe inägde mit weißenßäben.

3. umgekehrt itl der ftab Zeichen höchßer gewalt;-nige, füllten, lichter und andere yorgefelzte halten ihnin der- hand. Uandgravius Thuringiae baeuhim juris-dictionis album in manu fua dextera geftans et ut jydexfedens ad fententionandum, legenda Bonifacii ap. Menken(er, rer, lax. t, S-t6; fin majelt. (kaifer Frid. 3.) hat alfobald deu gerichtsßab yon inarkgraven Albrecht ge-nomen, lieh uiedergefetzt und fürgenomen felbs zufprechen, Müller reichst, tfieat, 1, 632 (a. 1474); vieleurkunden beginnen mit der forme!: da ich mit gewal-tigem ßabe zu gericht laft, oder: den ftul belaft undden ftab in der hand hielt. Von diefem richterlichenftabe wird hei abhandlune der gerichte noch mehr ge-jagt werden. Und wie des köuigs loten uud herolde,