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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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einleitung. Jymbole. kreuz.

criitsinge, wenner fe van dem ricliler vorgünt is, fofchall it alfo togan: de kleger lülvelt edder ein van linenvorwanden . . . fchal nemen ein temelik holt, dre eienlank ungeverlik, dat fchal he baven van ander fpaldennnde daraver twer iullecken ein holt einer eien lankcriitzwis nnde folker criitse dre edder fo vele ein vannöden lin to tiner nodtroft, unde lteken de up de ge-hreke (fache, worüber geltritten wird), darunune he dehecriilzinge erworven. fo ok dat holt edder balken edderwat it li, fo he bekrüzigen will, if dat up einem hupenlege, fchal he nicht mer alfe ein crütze darup Hecken,fo valt, dat it nicht lichtlik van lik fülvelt umme edderafvallen mach. . . . Wenner mi de criitse alfo van demkleger up de gebreke gelteken ün, fchal dat jegendel,dem de becrützinge gel'chen is, de criitze allo latenlteken dre dage unde dar nicht wedder feggen, fe fin eradenne to rechte edder Unrechte gelteken; nach verbrichder zeit wendet er /ich aber an den richten und biltetum entfetzung der bekreuzigutig, die, wenn lie ftatthaftilt, feierlich durch ein auf dem platz felblt gehegtes ge-lacht vorgenommen werden muß, ilt lie unllattliaft, fowird dem kläger der belitz der fache eingeräumt. Ol-riclis rigifches recht p. 228-242, vgl. 254* Swelk mandem anderen fchuldich is, he fchal ene twe warve vore-beden unde to deme dridden male mit wetene. kumpthe nicht vore, he fchal ene upholden mit dem rechteu. fchal ene vore bringen, olle he ane were is; lieft heaver de were, man fchal dat cruce dar up lteken, wantehe vore korae u. rechles plege, unde ofte he denneutider deme cruce lit vertein nacht dat he nicht engilf,de andere heft fine fcliuld mede irworven. leg. brunfvic.b. Leibn. 3, 435. We einen in overhore (contumaciam)bringen wel, de fchal deme voget bidden, dat he fiu bo-del hete, dat he deme dat crufe up dat hus tteke, darhe plegt to wonende. leg. «gollar. Leibn. 3, 507* Diefebekreuzigung fcheint außerhalb Sachfen nicht eingeführtgewefen zu fein, obgleich lie aus dem Sachfenfpiegelauch in den Schwabenfp. 201, 1. Schilt, aufgenommenwurde.

4. Haitaus 215. vergleicht damit, daß vor Zeiten die bür-gen gebannter kreuzweife eingerilTeii wurden, führt abernur das beifpiel vom Grimmenllein au: capto electore(Job. Friedrich von Sachfen, a. 1547.) arx dellructa eita Lazaro Schwendio caefaris duce, fed ila ut deculfatim