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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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234 ftand. herjchcnde. Jchilderhoben.

oberUen märker, alfo dal» iie inen die marke follen hel-fen liegen, fchiimen und fcluilzen. Kaltenholzhäufer \v.II icr lindet licli ein conlliel zwilchen erbrecht und freierwähl ganz wie bei den königswahlen; ohne Zweifel Jini!dabei in älterer zeit förmlichkeiten vorgekommen, derenfcliilderuug wir mit bedauern vermißen. Für fürlllicbewurden, die zwilchen der des königs und eines lolcheumarkvogts in der mitte liegen, gilt keine volkswnhl * **) ),Üe liiengen ab entweder von königlicher vergabung odervon ungeltürtem erbrecht zwilchen den bald in ganzDeulfclilaiul verwandten edeln gelclilecbtern.

J. der neue kcnig, nicht bloß der gewählte, auch dererbliche, wurde auj einen Jchild gehoben und, damiter von jedermann erblickt werden könnte, dreimat imkreil'e des verlämmelten Volks hcrnmgetragen *'), dasdurch bandlchlagen leinen beilall zu erkennen gab. Da-her heißt es noch im heldenbuche von Hugdielerich:man Jtuob in zuo lönig, und hei Paulus Diac. ,i, 33 .Agilulfus, congregatis in iinum Langobardis ab omuibusin regnum apud Mediolanum levattts eil; fy 55 : quemlxmgobardi vita exccdere exiliimantes, ejus nepotem flil-deprandum foras muros civitatis, ad lanclae dei genitri-cis eccleliam, quae ad perticas dicitur, in regem leva-verunti bei .lornandes cap. b'O; et mox in campis barba-ricis Witigis in regnum tevatus. Die ällelte ließe dar-über ilt bei Tae. hili. 4 , 15: erat in Canninefatibus fto-lidae audaciae Prinno, elarilate natalium inligni . , . im-poßtus Jcuto, more geutis, et fuliinentinm bumeris vi-bratus dux deiigilur. Von den Gothen bezeugt es Vi-ligis bei Cafiiodur var. 10, 31: indicamus parentes noltrosGothos inter procinctuales gladios more majorum Jcittt*fnppoßto regalem nobis couiulille dignitatem. Diele litteTcljeint erft durch deutlche krieger auch auf die wählbyzaniinifcher kailer angewandt worden zu fein; im jalir3fi0 wurde Julian, delfen beer großentheils aus deutfehenhilfsvöikern bellaud, in Paris zum kailer ausgerufen;

*) ich viifie nicht, daß tmfere gefchichte hei herzft.ee» , tu 1 -fieu und graten einer wahlieierlichkeit gedächte, nämlich auchhei laichen nicht, dereu herrfchaft andern urfprung haue, alsdes königs gnade, z. b. in Machten, llaiern. Ploß die hernachunter 12 anzufnhrende' votksverlätuudung in Kärnthm gleiclit ei-nem wahlgefchiiit.

**) die großen fchilde der allen ait taugten zuiu heheu undtragen; man trug geld imd ludlc auf l'childeu.