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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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haus, alter.

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ßnen dagen deutlich ein unmannbares mädchen unter12 oder 14 jahren, nicht eins unter 18 oder 21; vgl.aucli tlie von llaltaus 1769 beigebrachten Hellen. Diebeßimmungen und llulen der majoreiinität lind inanig-lach; fall überall fcheiut neben der fpätereu Volljährig-keit eine frühere pubertät, zwifchen beiden aber einJiebenjähriger Zeitraum zu gelten, fo daß liir die uu-volle mündigkeit 10, 12 oder 15, für die volle 16, 18oder 21 jalne gerechnet werden.

4. ällette beliiininung ilt wohl, die nicht jahre zahlte, fon-dern äußere Zeichen körperlicher kralt ermaß. Wie das kindnach dein fchreien, jeden und lichiaushJafen, wurde viel-leicht der mann danach beurthcilt, daß er den fpeerjehwingen, den feind eilegen konnte, oder auf andere'weife. Derne gerächte folen to rechte volgen alle dieto iren jaren komen iin, allo verne dat lie j'verd viirenmögen. Sl'p. 2, 71; in den weisthiimern (oben 1.296.)heißt es: alles was fpieß und Jiange tragen mag, mußheerfolge tliun. Alexander, in der nachher anzuführen-den Helle, glaubt lieh alt genug, wajfen zu tragen.Swertleite , die zum litter machte, verlieh die j-echteder mündigkeit, daher lie nach lehenrecht früher ein-trat. *) Der mündige bauerujunge trägt einen ßab toben und unten mit l inke und Itachel verleben (f. 137-).Haar und bartwuchs (altn. magahär, pubes) war auJünglingen merkmal der majoriläl. Sfp. 1, 42; grani-J'prungo alid. puber, altn. granfpretlingr; nihil, gran-l'prunge zit, aelas adulta. **) larc. Il6 a Diut. 2, 14.Von Sigüne: lieh ir hrüflel dnelen u. ir reilvar liärbegunde brünett. Tilur. 6, 95-

5. zehn jahre lind friihlie mündigkeit, nur bei den An-gellächfen linde ich lie lieftimml. Dem vaterlofen kindefoll einer von den fadenugmägum berigea ( curatoi) lein:of f>at he JC. vintre lie. leg. lllolli. et liadr. 6. Ineverordnet 1.7= tynvi/itre eniht mag beon |>eofÜe gevita(lOjähriger knabe kann eines diebllals mitwißer fein).11 ei den Weltgothen durfte ein zehnjähriger pupill,

*) vrepuedhtld darf inan nicht mit Phillips p. 128. aus dervvehrhaftmaclnmg verliehen ; es bedeutet Texus mafeulinus.

**j die benennttug tbljieljabre, ßegeljahre. gilt von dem alterangehender jiinglinge, die in ihrem benehmen etwas lmkifches,unbeholfnes zeigen; vgl. gelbfchiwbel , beejaune; altn. gelgju fkeid(curriculum inacritudinis £= aelas a pubertale ad jnveiiuiiem).Cjchüner ili der mlid. ausdruck diu lubes jdr (a. Tit. 30) von ei-ner aul'bliiheudeu juugfrau.