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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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480 haus, erbfchaft. art und iveife.

iheilung des väterlichen' geldes mit tletti mund ift f. 100gedacht, man vgl. den fprucli: als manicli mund, alsmauicli pfuud, 1b viel pfund als mund, was auf diefucceflio in capita bezogen wird (Fifcher erbfolge 2, 168«Schmeller 1, 319*) *) Statt des lolles galt auch vonalter zeit her die auskunft, daß der ältere theilte Undder jüngere wählte**), weil theilen dem reiferen ver-band zutagte, wählen der unfehuld der jugend. Altelien,beleg hierfür nehme ich aus Nilhardus üb. ±. p.3031ccce tili, (redete Ludwig der fromme zu Lothar) regnumomni; coram te eit, divtde illud, prout habuerit (?);(juod ti tu diviferis, partium electio Caroli erit; li aulemnos diviferimus illud, liiniliter partium electio tua erit.Ein altn. beifpiel hat Svarfdoelafaga (bei Midier 1, 304);die gelia Romanor. cap. 90 gründen darauf eine belon-dere fabel: rex aliquando erat in tjnodam regno, in quotalis erat lex potita, quod fraler l'enior heredilatem di-videret et junior eligeret, cujus rat io eit, quia niajorisdifcretionis eit dividcre, quam eligere etc. Stellen ausgeletzen des miltelallers : fvar fo tvene man en erve»einen Tölen, die eitlere fal delen unde die jüngere falkielen. Sfp. 3, 29- fchwäb. laudr. cap. 270 Setikeub.; dereldelie fol teilen u. der jungelie kielen. Gaupp magdeb. r.p.285; dat erve fchal Oe oldefte delen, de j ungelte, kefen,is er aver liier denn twc, fo delen fe mit gelote. Oirichsrigifches r. p. 140; der-altere fol theilen, der jüngere kie-fen. Erfurter Hat. Walch 1, 107.; die oldelte broeder faldat gnet fetten, die jungelie kielen. Wetierwold. $.257»Umgekehrte gevvohnlieit Jieilchte in Wales: the youngeltfon mutt divide all the patrimony and the oldetl fon muttcliufe. Probert p. 187, wozu die analogie llimmt, daßder mann wählen, die flau theilen folie (the wife Claimsthe right of dividing and the husband of clioofing. ibid.p. 128.) und gleiches galt nach den normännilchen ge-Tetzen (Ludewig reliq. 7, 213-) Nach canoiiifchem reclitfand jene regel anweuduug, wenn ein ketzerifcher bi-fchol wieder aufgeiiommen wurde, fein fprengel abermittlerweile einem andern zugefallen war, der altere

*) fchwjib. mk. haben für: in gleiche theile theilen: indichten weis teilen, in aichelen abteilen (Filcher erbf. 2, 131- 133»136- 234-)! bei Wefiner und Schilter fcheint daher die crklärungerbe in eichelweis, heres ex atre unrichtig.

**) teilen und wein. MS. 1, 37* 55* troj. 12646; teilen undkiefeu MS. 2, 134*7 ddla and kiafa,. lit. ßrocin. §. 81» 87-