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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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482 haus, erbjchaft. letzte willen.

gefchränkt worden. *) die gänerven des Sfp. (f. 478)i'clieinen etwas anderes.

2. durch letzte willen, erbeinfetzung und enterbungerfclieineu im deutfchen recht nur als ausnalnne, aberfchon in früher zeit. Aus des Tacitus Worten nulhunteßamentum läßt lieh fchwerlich folgern , daß dem,welclier gar keine lippfchafl hatte oder aus gerechterurfache mit feinen nächüen verwandten unzufriedenwar, die befugnis gefehlt haben folle, über feine habeanderweit zu verfugen. Die langob. geletze nennen dasthingare (dingen, ein gedin^e machen) und erlauben,den fchuldigen folm zu enteilten. Roth. 168-174; vgl.edict. Tlteod. §-23- lfcx Vilig. IV. 2. 20. Uurg. 24, 5.43* 51, 1. Langobarden, Gothen und Burgunder, näherals die Völker des innern Deulfchiands bekannt mit deneinrichlungen der Römer können zwar von diefen dengebrauch der teltamente entlehnt haben. Die altellenfränkifchen gefetze fchweigen, fi änkifche tellamente ausdein 6. 7. jh. (Savigny 1, 269- 2, 104. 112) und formeindalür lind vorhanden: zur zeit der capitulaiien warenteltamente im gang, vgl. das zweite von 813 cap. 6(Georg. 777): line traditione mortui; auch die lex ba-juv. 14. 9,' 3 erw'ähnt des leliaments. Kin nterkwürdi-ges beifpiel aus dem Norden, wo kein römifcher ein-iluß wallet, lieht in der Egilsläga cap. 8. pag. 34. 35, imjahr 875 ließ der todwunde uärdr den könig llaraldrzu fich entbieten und lägte: ef fvä verSr at ek deyjaor f>efTum färum, vil ek J>efs bidja ydr, at perlätid mik rc'ida fyrir arfi minum. nach erlangter be-willigung Haralds verfugte der kranke und: felti J»ettamal fern lög voro lil at leyfi konüngs. es war alfo einefeierliche Willenserklärung vor dem könig, wie frei-laßungen vor ihm gefcliahen. **) Ohne zweifei waren

*) gramiu. 2. 753- 754 gehe ich der deiitung aus gan- vor deraus ge-an- den Vorzug: liier folgen noch belege, worunter einigomehr fiir letztere zufamiuenrelzung breiten: gute ü. getruweganerbin. Wenk 2, 275 (a. 1317)! ein rechter Hamme U. gehonterganerbe. Wenk 2> 302 (.a. 1327); geanerbet fitzen. Wenk 1. nr. 1630 1, 1326); merkwürdig der pleoiiaiiniis mitganerbe hei Lennep358- 366 (a. 1653- 1691); erven u. anerren. Kiudl. 1, K6- 3. 548(a. 1400); der weriueilier \\ilet op waltfeißen ind 0 [< anerfen(ganerbeu, erbexeu). llitz 1, 144; vgl. klage 914: davon erbet iimich an.

**) teßament kann auch heißen wenn der valer feine habewillkürlich unter leine natürlichen erben uustheill; 16 ühapnar-