'iigen.
858 gericht. verjähren, liciceis.
liegen nahe, auch das flav. vidok (teflis, von videlileben); man vgl. gotli. vitö\>, ahd. wi^öd (leliameiitum,lex) giwi^zeut (lettautur). U. 11. 10, 25. Hin dritter ahd.ausdnick und l'ogar der geläuligtle ilt urchundo (teliis)K. 55* ennn. 395. urkundo O. II. 3, Q. IV. 14, 30. V.47, 21- urcundun reliLliehe (telies idoneos) capit. a. 819.urchundi (teliimonium) lucki urchundi (falluin t.) da^niuwa urchunde (novum teltanjentum) N. 10/, 18. ki-chimdida (teftalio) gl. Jun. 253* urcliundiluoni (aUeliatio)tinni. 389.
Markgenoßert konnten über alles zeugen, wovon ihnengemeine kenntnis beiwohnte, namentlich wenn es aufechtes eigenthum oder auf markfievcl ankam (Kogge99-102.) Andere zeugen galten aber mir liir das ge~fehäfl, hei welchem iie zu,gezogen worden waren(Kogge 102-110), für handlangen der freien willkürlowolil als für proceirualifche. *) niclit alfo für ereignilfc,die Iie zufällig fallen oder hörten, namentlich nicht fürverbrechen (friedensln üche). Zugezogue zeugen hattenVerpflichtung zur ausfage und konnten mariniert wer-den (Rogge 118.), die ausfage gefchah eidlich, ausge-nommen bei den Langobarden (Kogge 120-122-)
Das abgelegte gültige Zeugnis enf/'cltied die fache, ohnedaß vom gericht noch ein uriheil gefunden zu'werdeuIn auclite (Rogge 123-127*); der zeuge, indem er die Wahr-heit jagte (veridicus, ahd. warftcco Iloflni. 13,0. vgl. be-wahren Parc. 783), war folglich iu der that urtheilend undhieraus leuchtet ein zufatnmenhang zwilchen url heilem undzeugen hervor, der befonders für die ältelte zeit, wo esnoch keine Händigen fchöflen gab, unverkennbar ill. J’acti-felie walnheit und reehtswahrlieit waren in folchen fälleneins, die aulgerufnen niitmärker, die niannierlen zuge-y.oguen zeugen waren alsdann die urlheilendeii rachiti-burgen. darum begegnen licfi auch die benenmmgen vita(oben f. 778) und orkene (f. 779) mit gevila und ur-kundo, darum herfcht bei den urtheilern wie Lei denzeugen die ßebenzahl: tune juraveruut itii facrainenlum,
*) zugezogne zeugen, die einem gefchäft nicht beipfliclitenwollten, brauchten lieh bloß aus dem gericht zu ent fernen-. Ha-rhilt et lieri]>reht filiiw ejus eidem teliitiralioui coufentire nolen-tes de placito eeaferunt. Coldafl nr. 95; ein liller gehl t-vn gericht,will feiu jngeüegel nicht au den briet heukc'u. "Wenk 2, 297(a. 1324-)