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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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gericlil. eid.

'D. siblage des eids. hisliei- ill bloti von der eidis-fbriuel und den gegentländeu der aurührimg gehandeltworden - , es fragt lieh nun nach der art. und weife dereigentlichen ablegung des eids. Ein gelübde wurde ganzeinfeitig von dem gelobenden, gewöhnlich aber in ge-genwart von zeugen, geleiltet; zum eid gehörten zweitheile,einer der ihn abnimmt, der andere der ihnfchwört.

i. Nehmen des eids; altn. taha Su. 64. Ssem. 93 b ; eitnemen. Lf. 1, 306; percipere 1. Burg. 8, 2- dev neh-mende ilt entw. der belheiligle felblt oder an feinerHalt der lichter oder ein vom lichter dazu angeordne-ter; er lagt dem fchwörenden die formet vor, welchediefer nachzufprechen hat, er lehrt, gibt die Worte:gap den eit. Jw. 7908- 7924- vgl. Berth. oben f. 862.und Tritt. 1,5702 eit geßellt. Technifcher ausdruckhierfür ill: den eid fiaben , wobei man lieh uri'pr.üng-lich wolil einen lichter zu denken hat, der feierlich mitfeinem Hab gebährdend die formel berlagt. aber fclionfrühe bedeutet eidjlab (N. 111, 5- agf- aZjläf, altn. ei'S-ftaf'r Gulaf. 14. Gl- 200) ganz abltract nichts als fov-tnula, argumentum juramenti und die redensart Haben,den eit Haben behielt man noch lange bei, ohne daß da-zu immer ein Hab gebraucht wurde, bloß für dictareoder pra< legere formulam jurisjuraudi. ill ieman der mirfiabe? YVallli. 104, 22; fwer mir ze vehte folde Jlabendes einen eit. Ben. l**,5; ir rücke wart dechein eit ge~/labt. Parc. 4510 (der folgende vers heweilt, wenn je-mand daran zweifelte, daß Haben von Hab, baculus, ab-geleitet werden muß); fus ftabt er leihe Jitien eit. Parc.8002 (im nothfall konnte lieb alfo der fchwörende dieforuiel felblt geben): für dife rede ich dicke fwuor ma-negenungeßabten eit. Parc. 14865 (niemand war da,der mir meinen eid feierlich abgenominen hätte); deinwirt iu deliein eit geßabt. Wigal. 9023 (darüber wirdeuch nicht förmlich gefebworen); der mir des den eit(iaht, 16 wil ich iu volbringen. LI. 3, 12; wie gern ichdes nun fchwüre, fo wer aen eid mir niemau hie ßa~bende. Titurel. In einer Ulk. von 1373 heißt der ab-nebmer des eids der ßeber. Bodm. p. 644-; den eid ßa-heln. Allenflaller \v.; mit npi iclileleii vingeren, ßave-des edes : mit upg. liflikcn vingeicii flavedes edes.Kindl. 3 , 506 (a. 1387 ) 3, 522 (a. 1393) wo h hleihaftItanedCs f. liauedes gelelen ilt; liflicbeu mit opgtiicblen