Der wcißwangige und der blaunackigc Keilfchwanzsittich.
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nämlich, daß die beiden wcißwangigen Keilschwänzc Äkännchcn und der rottz-bänchige ein Weibchen waren. Nach einigen Tagen halte sich das Verhältniß
dahin geordnet, daß das dreister gewordene Weibchen in der Mitte sitzend dieLiebkosungen entgegennahm, in denen sich von beiden Seiten die Männchen förm-lich überboten. Leider mußte ich die Gesellschaft nach der Vogelstube hin ent-fernen, da sie schon mit dem Morgengrauen solch' gellendes Iubelgeschrei erhoben,daß selbst ich, dessen Nerven an dergleichen gewöhnt sind, dasselbe nicht ertragenkonnte. Näheres vermag ich bis zu diesem Augenblicke noch nicht mitzutheilen.Der Preis steht zwischen IM—150 Mark für das Par.
Der wcißwangige Keilschwanzsittich heißt auch weißohriger Keilschwanzsittich(Finsch), weißbäckiger oder weißwangiger Perikit und Weißohrsittich (Br.) — ksrrucke L.joues dlanolies; ^Vbite-aarsä 6onure. — Dirida, im östlichen Brasilien, Diriba pegueva,kura, mato und kerikit Dapu^a, in anderen Gegenden (/>. 11'ieck).
dkomsnclatur: ?8ittaeu8 Isue<'»ti8 (/xLt.et.), A'/i/., 1^/. ; ^ratinxa
ninn8, , ür., 8ittace Isucoti8, li'i/t.; ?8ittaeara Ieucoti8, k. ninu8, L»;-.,
Oonuruv leucotis, t»., , /Vetn.,- lilicrosittaae et kz-rrliura Ieucoti8, Lz,.
s8calx-drea8teck karrakest, LuOr.s. — Ungenügende Beschreibung: ksittaarm8guamo8U8, /.nt/r., §/tro., 1'//., 14^1. s8cal^-krea8t6l1 karralreet, Lat/i.s.
Wissenschastlichc Beschreibung: Schmaler Stirnrand, Zügel und Gegend amUntcrschnabel bis auf die Wangen rothbraun, Stirn weiter hinauf bläulichrothbraun (jedeFeder zart blau gelandet), Ober- und Hinterkopf reinbraun; Nacken und Halsseiten grünlich-blau (jede Feder am Grunde reingrün); Mittel- und Hintcrrücken dunkel blutroth (jede Federam Grunde grün); übrige Oberseite dunkel grasgrün; Schwingen erster Ordnung jedoch grünlich-blau, Jnnenfahne breit matt schwärzlich, die letzten großen Schwingen mehr grünlich, dieübrigen grün, alle unterseits grünlichgrau, die großen am Rande der Jnnenfahne blaßvlivengrünlichgelb; Flügelrand breit und schön roth, kleine unterfertige Flügeldecken düster hell-grün, große grünlichaschgrau; alle oberseitigen Flügeldecken dunkelgrün; Schwanzfedern bräunlich-roth, am Grunde der Außensahne grün gerandet und an den beiden mittelsten fast die ganzeGrundhälstc grün, alle unterseits kupfcrroth ; Wangen und Ohrgegend düsterweiß; Kehle bläulich-grün, jede Feder fahlweiß endgesäumt; Oberbrust mehr grünlich, jede Feder mit breitem weißenSaum und ganz seinem schwärzlichen Endsaum (wie hell und dunkel quergebändert); großerBauchfleck dunkel blutroth (jede Feder am Grunde grün); übrige Unterseite dunkclgrasgrün;Schnabel rußschwarz, mit grauweißer Wachshaut; Auge orangegelb bis schön rothbraun, nackterAugcnkreis düsterweiß; Füße fchwärzlichgrau, Krallen schwarz. — Das Weibchen ist jeden-falls völlig übereinstimmend gefärbt und auch ganz gleich groß. — Das Jugendkleid be-schreibt Dr. Finsch nach einem Vogel von Bahia in der Heine'schen Sammlung: Stirn nurmit wenigen blauen Federchen, auch das blaue Nackenband undeutlich; an den Halsseiten dieFedern deutlicher blau und mit weißlichen Endsäumcn; Flügclbug schmal roth; Schwanzfedernnur an der Endhälfte roth; kleiner rother Bauchfleck. Jugendkleid nach der Beschreibungdes Prinzen von Neuwied: Scheitel weißfahlgraubräunlich; Ohrfleck kaum sichtbar bräunlich;Halsseiten nicht blau; Rücken nur mit wenigen rothen Federn; Schwanzfedern mit blaßgrau-braunen Spitzen; Brust schmutzig gelbgrünlich mit wenigen Wellenlinien; im übrigen demalten Vogel gleich.
Länge 23,4 Flügel 10,7—12,2°°' ; längste Schwanzfedcr!),«— 12,4 °°>, äußerste Schwanz-feder 4,2—5,4 °°>
Der blaunachjge Keillchwanjlittich >?sittaeu8 c^auüpterrms steht dem vorigen sehr nahe,.unterscheidet sich aber leicht durch die dunkelbraunen Federn an Kehle und Halsseiten, welche