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Kurzschwänze.
die zweite Prut im mittlern Raume desselben Nistbaums vorsich. Das Parbietet indcrthat ein Bild schöneren Familienlebens, als solches die meisten übrige»Papageien zeigen; dicht gedrängt sitzen sie nebeneinander, liebkosen sich gegenseitigund leben schon für gewöhnlich unendlich innig zusammen, noch größer aber äußertsich diese Zärtlichkeit während des Nistcns. Trotzdem gibt es überaus häufig,manchmal täglich mehrmals, einen kleinen ehelichen Zwist. Namentlich wenn esunruhig in der Dogclstubc hergeht, wenn neuangcschaffte Bügel freigelassen wordenoder das Einfängen anderer nothwendig ist und also die Fallthür des Fangbauersdie Gesellschaft erschreckt, dann wird das Männchen nur zu leicht aufgeregt undböse. Im allgemeinen harmlos, sodaß es jedem kleinern Vogel aus dem Wegegeht, haut es dann ärgerlich um sich nach jedem, der ihm naht. Alle Mitbewohnerhuschen ihm behend vorbei, nur sein eignes Weibchen bleibt sitzen, empfängt dieSchnabelhicbe des Erzürnten und gibt sie tapfer zurück. So entsteht aller Augen-blicke eine hitzige Prügelei, die aber stets mit baldiger Versöhnung und verdoppeltenZärtlichkcitscrgüssen abschließt. Bald hörte ich nun, wie das Weibchen die innerenFlächen des Ncstraums emsig benagte, und nicht lange, da nahm die zweite Brütihren regelmäßigen Verlauf, dann folgte später noch eine drittelund sogar- einevierte; in der Regel pflegen sie alljährlich nur zwei-, höchstens dreimal zu nisten.Ich will die Brüt nun in folgendem schildern. Das erste Ei der zweiten wurdeam 8. Januar gelegt; sie hatten also, weil die Jungen bei ihnen geblieben, mehrereMonate überschlagen. Späterhin begann das Weibchen schon 12 Tage nach derEntfernung der Jungen wieder zu legen. Dies geschieht manchmal recht unregel-mäßig, sodaß ein Ei wol 6 Tage und darüber liegen bleibt, ehe die anderen folgen;meistens aber werden sie einen Tag um den andern gelegt und zwar 3—6, ja,wol gar 7—8 Stück in einem Gelege. Nur selten bleibt das Weibchen gleich vonvornherein fest auf den Eiern, es kommt vielmehr anfangs noch häufig auf eine Viertcl-bis Halbcstnndc herunter und sitzt auch wol die Nacht hindurch neben dem Männchendraußen auf der Flugstange. Sobald die eigentliche Brüt begonnen hat, schlüpftes täglich nur einmal, gewöhnlich in der Mittagsstunde heraus, entlert sich, schütteltdas Gefieder und geht, ohne selber zu fressen, nach 5—10 Minuten in den Nist-kasten zurück. Das Männchen holt es vom Flugloch ab, geleitet es wieder hin,schlüpft mit ihm hinein und füttert es, auch geht es manchmal, wennschon mirselten, znr Nachtzeit auf die Eier. Die Brutdaucr währt 19—20 Tage. VomBeginn des Brütens bis das Weibchen von den noch im Nest befindlichen Jungenhcrabkommt, muß das Männchen dasselbe durchaus ernähren, während es seiner-seits wiederum die Kleinen füttert. Wenn diese mehr und mehr heranwachsen,sieht man das Männchen fast den ganzen Tag am Fultcrnapf; es kann dannkaum eine kurze Mittagsruhe halten und muß seine Zeit zwischen selber fressenund füttern eintheilen. Vorzugsweise eingequellte Sämereien und frische Vogel-