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3 (1881) Die Papageien, ihre Naturgeschichte, Pflege, Züchtung und Abrichtung / von Karl Russ
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Die Kakadus.

Der gelbohrige Langschwanzlmkad» f?8ittuou8 1un6i'6U8j wurde von Shaw

(1780) zuerst beschrieben und abgebildet. Er ist dunkel braunschwarz, zuweilen mitlebhaft grünem Schiller, besonders an Kopf und Rücken; Stirnrand, Zügel und Streif umsAuge bräunlichfammtschwarz; an der ganzen Oberseite jede Feder schmal und verwaschen Hellerbräunlich gesäumt; an der Ohrgegend ein großer lebhaft gelber Fleck, jedes Federchen sein braungesäumt; Schwingen fast schwarz, Außenfahnen Heller bräunlich; obere Flügeldecken schwarzbraun,schwach fahl außcngesäumt; die beiden mittelsten Schwanzfedern einfarbig und die beiden äußerstenan der Außcnfahne braunschwarz, alle übrigen ober- und unterseits mit einer l3,«°°> breiten, hell-gelben, fein dunkelbraun gestrichelten und gepunkteten Ouerbinde, alle am Ende fahlgelblich gesäumt;an der ganzen Unterseite jede Feder mit breitem mattgelben Endsaum, ebenso die unterseitigen Flügel-decken, untere Schwanzdecken an der Außenfahne, zuweilen auch an der Jnnensahne, gelb undschwärzlich gepunktet; Schnabel weiß-, Wachsgelb bis schwärzlichbraun, Spitze dunkler, Wachs-haut bräunlich; Auge schwarz bis braun, Augenkreis dunkelbraun (nach Gould zuweilen nelken-roth); Füße bräunlichgrau, Krallen schwarz. Länge 5864°°»; Flügel 32,244,z°°> ; Schwanz26,s34,Die Geschlechter sollen nach Gould übereinstimmend sein und die Jungen weißeSchnäbel haben; außerdem sollen die Federn an der Oberseite fahlbraun, an der Unterseitegelblich gesäumt, die gelbe Schwanzbinde feiner und dunkler gepunktet und gestrichelt sein.Ei reinweiß, 41 - 42 -°°» lang und 3334°»», breit. Gould hatte nach einem einzigen

Exemplare von Port-Linkoln noch eine besondre Art (?. xuutlloiwtu8) aufgestellt,welche am Rücken lebhaft gelbe Federsäume und auf der gelben Schwanzbindekeine dunklen Punkte und Flecke haben sollte; nach Untersuchung von mehr als30 Exemplaren wirft Finsch aber beide ohne weitres zusammen. Die Ver-breitung erstreckt sich dann über Vandicmcnsland, Neusüdwales und Südaustralie»,mich auf einigen Inseln der Baßstraße ist er gefunden. Räch Gould kommen beidecbcnsowol an den bewaldeten Bergabhüngen, wie auf den Bäumen der Ebene vor.Gerard Krefft sah zahlreiche Flüge, welche über das Museum in Sidnep dahin-flogen. Zwischen Randovich und Botany war ihr liebster Aufenthalt, doch wurdensie durch Sonntagsjäger sehr verfolgt; sie zeigten sich so zahm, daß man bis auf20 Schritt sich dem Trupp nähern konnte. Im Gegensatz hierzu berichtet Gould,daß sie äußerst scheu seien und sich nur dann nahekommen lassen, wenn einer eifrigdamit beschäftigt ist, durch die Rinde tief ins Holz hineinzunagcn, um zu den großenInsektenlarven zu gelangen. In der Lebensweise gleicht diese Art den vorher-gcschildcrten; während der Nistzeit parwcise und nach derselben zu 410 Köpfentreibt sie sich besonders im Dickicht der Wälder herum. Das Gelege soll nurin 2 Eiern bestehen. Gould hatte den Lieutenant Breton gebeten, Mr.Wettenhalt zu bestimmen, ihm die Eier eines auf dessen Besitzung nistendenPärchens zu beschaffen; Breton schrieb im Februar d. I. 1839 darauf folgendes:Herr Wettenhalt befahl seinem Hirten, den gewaltigen Baum, in welchem das Nest stand, zufällen, da dasselbe 3033 Meter hoch über dem Erdboden sich befand. Es war eine 0,« Metertiefe, geglättete Höhlung, von l,z Meter Durchmesser. Beim Stürzen des gewaltigen Baumszerbrach die Stelle und alles wurde zerstört. Der brütende Vogel flog einigemale mit lautemKlagegeschrei um den Baum und dann, durch einen Habicht verfolgt, davon. Näheres gibt nochG- Angas an: Die Nisthöhle ist gewöhnlich in einem abgestorbnen Gumniibaum angelegt,indem der Vogel ein Astloch zuweilen auf 1,^2 Meter Tiefe erweitert hat. Nistzeit Ende