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Die Loris oder Pinselzungenpapageien.
a>» hoch, stark seitlich zusammengedrückt, Oberschnabel mit schmaler gerundeter First und flacher LängSrinnc, Spitzein gestrecktem Bogen gekrümmt, ansehnlich vorragend mit flachem Zahnvorsprnnge, Unterschnabel ebenfalls starkseitlich zusammengedrückt, Dillenkante in schieser Linie nach oben steigend, nicht kielsörmig. sondern ebene breiteFläche, Schneiden ohne Ausbuchtung, Färbung dunkel; Zunge dick, obcrseiis abgeflacht, unterseitS gerundet undhier mit kurzen, steifen, bürstenartigen Warzen besetzt; Nasenlöcher groß, rund, srei, in breiter, spärlich mit seinenBorsten besetzter Wachshaut; Auge dunkel, verhällnißmäßig klein, nackter Augenkreis sehr schmal; Füße kräftigmit ziemlich langen Tarscn, Nagel kräftig, stark gekrümmt; Flügel lang und spitz, zweidrittel de» Schwanzesdeckend, Spitze mittelmäßig, Schwingen am Ende breit abgerundet, dritte und vierte Schwinge am längsten, erstemeistens so lang wie sechste, erste bis dritte an der Jnnenfahne. zweite bis süuste an der Außenfahne von derMitte an deutlich eingeengt, zehn Hand- und zehn Armschwingcn; Schwanz mittellang. gerade, nur die beidenäußeren Federn etwa» verkürzt, alle Federn breit, am Ende mehr als am Grunde, Spitze klammersörmig. Schaft-spitzen zuweilen vorragend: Gefieder weich, jede Feder breit, am Ende stumpf zugerundet; Färbung düster, grünoder olivengrünlichbraun, mit lebhastercr Nacken- und Bauchzeichnung, Jnnensahne der Schwingen und Schwanz-federn mit sägeartiger Fleckcnzeichnung; die Geschlechter sollen nicht verschieden gefärbt sein; Gestalt kräftig,gedrungen; Dohlen» bis Rabengröße, Heimat Neuseeland. Bon den siins Arten, welche man kennt, dürftenzwei bereit» auSgestorben sein und zwar nachweislich erst seit dem Beginn unser» Jahrhunderts Auch die dreianderen, welche in den GebirgSwäldern in 2000 Meter MeereShöhe und darüber noch zahlreich vorkommen,sollen der Ausrottung entgegengehen, namentlich seitdem die Ansiedler die Erfahrung gemacht haben, daß dieeine die Schafe überfällt, um sie lebend anzufressen und sie so also umzubringen Im übrigen soll ihreNahrung im Honigsast der Blüten, in Früchten und anderen Pflanzenstofsen und selbst in Aas bestehen. Da sieeinerseits Hinsicht» des FreilebenS ziemlich eingehend erforscht und andrerseits auch bereit» mehrfach lebend ein-geführt sind, so werde ich sie weiterhin ausführlich schildern.
Der blaubäuchige Keilschmanfiori oder Lori von den blauen Bergensksidiüous 8vg,j2802i*)j.
Tafel XXX. Vogel 138.
Unter allen lebend nach Europa eingeführten fremdländischen Bögeln gibtes kaum einen zweiten, der uns die Bedeutung und die Errungenschaften derLiebhaberei und Stubenvogel-Züchtung in solcher Weise vor Augen führt, wiegerade dieser prachtvolle Papagei. Er gehört zu den von Buffon (1783) zu-erst beschriebenen und abgebildeten Arten und ist von Gmelin (1788) wissen-schaftlich benannt. So, wie er vor uns steht, bildet er nicht allein in seinembunten Kleide, sondern auch in seinem absonderlichen Wesen eine der auffallend-sten Erscheinungen in der gesummten gefiederten Welt. Er ist an Kopf, Gesichtund Kehle lilablau mit grünlichgelbem Nackenband, am ganzen Oberkörper dunkel-grasgrün, Unterhals und Brust sind schön zinnoberroth, Brustseiten hochgelb,kleine unterseitige Flügeldecken und Achseln roth, an der aschgrauen Unterseite desFlügels eine hellgelbe Querbinde, Bauch dunkelblau, Hinterleib und untereSchwanzdcckcn gelb, jede Feder grün gespitzt, Unterseite des grünen Schwanzesdüstcrgelb, dazu ist der Schnabel glänzend roth und das Auge schön amethystroth.In der Größe steht er dem Buntsittich ziemlich gleich, ist also etwa so groß wieeine Dohle, und alle folgenden Nächstverwandten bis zum Schmucklori sind in der
*) Der Seite L86 behandelte Keilschwanzkakadu jpsittacus Xovao - IloIIanclias, O'ml.jführt die gleiche Bezeichnung wie dieser und noch dazu von demselben Schriftsteller Gmelinzu gleicher Zeit (1788) gegeben. Da dieselbe für jene erstre Art allgemein gebräuchlich ist, somußte sie ihr verbleiben. Die übrigen Synonyme dieser Art sind ebenfalls schon an andereArten vergeben, sodaß ich auf eine viel jüngere, übrigens mehrfach angewendete, zurückzugreifengezwungen war.