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3 (1881) Die Papageien, ihre Naturgeschichte, Pflege, Züchtung und Abrichtung / von Karl Russ
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827
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Nachträge und Ergänzungen.

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ou ?erruc>,6 purpura, engl. 8carlet I^averx und bei den engt. Händlern nach Wienerkenriantes und kennant's karrst.

Her Plattschweiffiltich von Adelaide sksittaeus aäelaiäeosiss; zu S. 133. Herr Gymnasial-direktor Scheu ba jagt von einem seit 10 Jahren in seinem Besitz befindlichen Exemplar sol-gendes: »Er ist nach meiner Ersahrung der zierlichste, ich möchte sagen, am edelsten sich haltendeaustralische Sittich. Dabei plaudert oder singt er den ganzen Tag höchst angenehm mit flöten-der, der Goldamsel ähnlicher Stimme." Herr van der Snickt in Brllssel theilt mit, daß einWeibchen Adelaidesittich im Besitz des Herrn Waefclaer (den er übrigens den dortigen Nestorder Vogelliebhaberei nennt) im Sommer 1878 fortgeflogen war und sich aus einem unbewohn-ten Gut bei Uccle aushielt. Kein Mensch dachte mehr an den Sittich, als man zu Ansang Maid. I. 1879 meldete, derselbe sei noch da. Herr v. d. Snickt setzt hinzu:Daß diese Sitticheunsere kältesten Winter ohne Schutz überstehen können, wissen wir, aber wie und wo hat dieserVogel Futter gefunden?" Er war übrigens mit einem Männchen Buntsittich gepart gewesen.

Darnard's plattschweislitlich sksittaeus Larnarckij heißt noch kalcon-breastecl karrakeet;zu S. 138.

Der platlschweikfittich mit gelbem Halsband und rother Ktirnbinde sksittaeus semiiorczuatussund der Plaltschweifsittich mit gelbem Halsband ohne rothe Ktirndinde sksittaeus ronsriuss;zu S. 139. Einen Züchtungsersolg und zwar den ersten mit der letztem Art des HerrnGutsbesitzer A. Köhler in Wcißenfels schildert Herr v. Schlichtend«!:Seit längeren Jahrenbesaß Herr K. ein schönes .Pärchen' Ringsittiche. Sie lebten im besten Einvernehmen mit ein-ander, machten aber nie den geringsten Versuch zur Brüt zu schreiten. Nun hatte der GenannteGelegenheit, auch ein Par Dandsittiche aus der Vogelsammlung des Herrn Schneider inWittstock zu erwerben. Sofort änderte sich das Bild. Das Männchen der letzteren fand Ge-fallen an dem Weibchen der erster« Art, trat zu ihm in ein innigere? Verhältniß und begannmit ihm zu nisten. Indeß es sollten keine Jungen aus dieser Mischehe hervorgehen. DasWeibchen Ringsittich brütete allzu eifrig, nahm infolgedessen zu wenig Nahrung zu sich undwurde eines Tags todt aus den Eiern gefunden. Zusällig wurde gerade damals ein MännchenRingsittich von einem Berliner Händler ausgeboten. Dieses erwarb Herr K. und es verbandsich sofort mit dem überlebenden Ringsittich. Das alte ,Pärchen' derselben hatte sonach auszwei Weibchen dieser Art bestanden. Das neu verbundne Par schritt sehr bald zur Brüt undam 24. Juli flogen vier Junge aus, sämmtlich in vollem Gefieder, drei sehr kräftig, eines kleinerund zarter. Fünf Wochen lang waren die Jungen von den Alten mit größter Treue gefüttertworden und das Männchen hatte so eisrig Wacht gehalten, daß es fremden Personen gegenüberthätlich zu werden drohte, wenn sie dem Nistkasten sich näherten." Herr Köhler schreibt mirnoch folgendes:Das Jugendkleid war nicht abweichend gefärbt; die Farben erschienen nurwenig matter, glänzten aber nach einigen Wochen, ohne daß die Vögel die Mauser durchgemachthätten, so schön wie bei den Alten. Die beiden jungen Pärchen fingen erst im Frühjahr anzu mausern und federten den ganzen Sommer hindurch, ohne bis zum Herbst damit fertig zuwerden; trotzdem erschienen sie stets ganz ebenso wie die Alten. Die letzteren begannen wieder-holt zu nisten, das Weibchen hatte mehrmals ein Gelege von 4 Eiern, doch wurden dieselbenstets gesressen, sodaß das Par zu keinem guten Ergebniß mehr gelangte. Leider ist das Männchen

seit der ersten Brüt sehr bösartig geworden; es fährt sofort angreifend nach den Augen, und

für Fremde würde eine Annäherung gewiß bedenklich sein." Herr Scheuba schreibt

über den Plattlchweissittich mit gelbem Halsband und rother Stirnbinde unter Bezugnahmeauf die Abbildung Tafel XXIV, Vogel 117, folgendes:Es scheint, daß der rothe Stirnstreismit dem zunehmenden Aller des Vogels verschwindet. Ich besitze ein Pärchen seit sieben Jahren;als ich dasselbe erhielt, hatten beide den Streif, seither ist er aber bei beiden bis aus einigerothe Federchen an der Schnabelwurzel verschwunden; der Kopf ist schwarz, und zwar glänzendie Federn in der Sonne atlasartig oder fast fettig, was ihnen einen nahezu braunen

Schimmer gibt, im Dunkeln aber erscheinen sie völlig schwarz; der Oderkops ist schwarzgrün