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hafter Gleichmäßigkeit zu liefern, wie wir dieselbe so-wohl bei den gewöhnlichen Zündhölzern als auch feinenSalonhölzern seit jener Zeit gewohnt sind.
Aber die nie rastende Industrie blieb auch hiernicht stehen, sondern suchte sich auch zu diesem Zweckedie Maschinen dienstbar zu machen, was wohl "seinenHauptgrund darin hatte, daß mit der Vergrößerungderartiger Fabriken die Arbeitskräfte auch seltener undtheurer wurden.
Es ist dies Bestreben um so mehr zu bil-ligen und von allen Seiten zu unterstütze»,als mit d er Einführung der Einlesemaschinennun gar viele Kinder, die sich in den Feuer-zeugs'abriken, oft schon in ihrer zartesten Ju-gend, ein kärgliches Stückchen Brod verdienenmüssen und dabei, leider nur zu häufig, inihren schwachen Körper den Keim von lebens-länglichem Siechthu m legen, durch die Ein-führung von Maschinen entbehrlich werden.Denn wer es nie gesehen, wie diese armen Wesen, nach-dem sie während des Tages ihrer Schulpflicht Genügegeleistet, hier oft bis spät m die Nacht in häufig schlechtventilirten, im Winter kaum hinreichend geheizten Räu-men sitzen, kann sich hiervon wohl kaum eine Vorstel-lung machen.
Die Einlesemaschine von Ludw. Anton inDarmstadt.
Dieselben haben den Zweck, die Hölzchen in Rah-men zu sagen und zu gleicher Zeit aus einer Seite ineine gerade Ebene zu stellen, damit solche ohne andereNebenarbeit nun sofort in Schwefel getaucht und mitPkosphormasse versehen werden können. Man hat seiteinige» Jahren verschiedene Maschinen konstruirt, umdas Handeinlesen zu ersetzen und gingen die verschiede-nen Versuche dahin, entweder ähnlich wie bei der Hand-arbeit, Bretchen für Bretchen durch die Maschine ein-