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Außer der wohlfeilem Erzeugung durch eine vielgeringere Menge Phosphor als sonst üblich, besitzen dieseHölzchen den großen Borzug, daß von der geringenPhosphormenge nichts abspringt, weshalb sie wenigergefährlich sind und die mitunter tödllich gewordenenBrandwunden vermieden werden. Dabei versagen dieseHölzchen nie und bedürfen nur mäßiger Reibung, selbstauf minder rauhen Fläcben. Zur Erzielung dieser Vor-züge ist eine eigene Methode beim Auftragen der Masse(Tunken) nothwendig.
(Gewerbeblatt aus Württemberg >860. S. 113.)
Feuerzeuge mit amorphem Phosphor.
Abgesehen von den schon früher erwähnten Nach-theilen, bergen aber die Phosphorzündhölzer nock eineReihe anderer ganz wesentlicher Gefahren in sich, indemsie einestheils schon häufig das Mittel zur Vergiftungabgaben, andcrnthcils sich aber auch bei den Arbeitern,welche den Wirkungen der Phosphordämpfe ausgesetztsind, wie v>. Rousel und mehrere andere deutscheAerzte schon lange beobachtet haben, nicht allein einestarke Affcklion der Respirationsorgane einstellt, sondernauch eine solche des Zahnfleisches und der Kinnbacken-knochen, ja es scheint, besonders bei schwächlichen In-dividuen oft eine vollständige Lähmung, bei unausge-wachsenen Kindern aber eine Verkümmerung des Wachs-thums in Folge dieser furchtbaren Krankheit einzutreten.
Aus allen diesen Fällen geht zur Genüge hervor,wie beklagenswerth die Folgen sind, welche der freieVerkauf einer so gefährlichen Waare, wie es die Phos-phorzündhölzer doch wirklich sind, oft nach sich ziehen,und es wäre daher sehr wünschenswerth, wenn wir imStande wären eine so bedenkliche Substanz ganz ausdem Verbrauche zu verbannen und dieselbe durch einenZündstoff zu ersetzen, der in gleichem Maße den An-forderungen einer wohlfeilen, ' raschen und bequemenFeuererzeugung entspräche, ohne zugleich die bedeuten-