Erster Abschnitt.
Von Schiffbarmachung der Flüße.
I.
Große Stcöiue und Flüße, als die Elbe, Weser, der Rhein, die Donau und
mehrere, stud in ihrer größten Länge gemeiniglich von Natur schiffbar. Ilnd
da das vcrhältuißmäßige (Nesälle immer geringer wird, jemehr stch der Stromseiner Mündung nähert, so tritt auch die Fluch UM desto höher in dem Flußsherauf, erleichtert das Heraufgehen der Schiffe, so wie die Ebbe ihr Herun-tergehen beschleunigt; und die ansehnliche Breite derselben, sürnemlich beymAusstich in die See, gewähret den Schiffen den großen Vortheil, daß ste sichder Segel bedienen, und jeden günstigen V2iud so benußen können, daß steoft nicht nöthig haben, zu ihrer Herausfahrt die ankommende Fluth zu erwar-ten, sondern mit gutem Winde der Ebbe entgegen zu gehen im Stande sind.Hier hat die Natur so viel gethan, daß ste in diesem Betracht der Kunst ent-behren kann. Das Einzige ist, daß selten ein Fluß in diesem seinen unterstenTheile von Sandbänken frey ist, die beym Sturm, besonders denen Schiffernjährlich welche den Fluß nicht genau kennen. Dieser Ge-
fahr auszuweichen, wird gewöhnlich die Fahrt mit sestgeankerten Domren be-zeichnet, «der die Schiffer bedienen steh der Lothsen.
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