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Fünfter Abschnitt.
bett, und zum allgemeinen Wohl beyzutragen. Ehe diese Gemeinschaft durchdem Canal von Langucdoc so sehr erleichtert war, wurde die vortheilhaste Lagewenig benutzet, weil man von den nördlichen zu den südlichen Provinzen nurdurch die Meerenge von Gibraltar gelangen konnte. Diese 1200 Meilen langeFahrt, .war dabey den Seeräubern und der Gefahr des Schissbruchs ausgesetzt,welches die Kaufleute sehr oft abschreckte.
Karl der Große soll schon eingesehen haben, wie wichtig und nützlich dieVereinigung beider Meerei durch einem schiffbaren Canal für dem Handel vonFrankreich seyn würde. Unter der Regierung Franz I., wurde rZJg vorgeschla-gen: einen 14 Meile langen Canal vom Fluß Aride bis an die Garounc znzieh» und dadurch die Gemeinschaft beider.Meere zu crösnen. Es wurden auchpom Könige Commiffaric» ernannt, die in eben dies-m Jahre zu Toulouse, durcherfahrne Männer ein Prosect entwerfen und einen Koßenanschlag davon auf-stellen ließen; welches aber wegen der ihnen unüberwindlich scheinenden Schwie-rigkeiten, als ein Hirngespinst angesehen wurde.
' Dennoch- wurde dieses'Project dem König Carl IX., der 1574 starb, als einsehr thnuliches und nützliches Werk empfohlen. Die innerlichen Kriege ciltzo-
gcn ab.er die 9 Mttcl zsiv Ausführung.
Unter der Regierung Heinrich IV., der so wie Sülly jeden großen undnützlichen Gedanken mit Vergnügen ergriff, wurde vom Cardinal Joyense demMwellenr. Peter Renan besohlen, die' Möglichkeit eines ihm übergebencw Prd-jeetü zu untersuchen, welches darin bestand: aus dem Fluße Ariege so hoch alsthnnlich das Wasser abzuleiten, solches nach den Ironrouser Steinen und vonda nach Careaffprme. in. dem Aude - Fluß zu führen. Hernach wollte man vonder Garomre bey Bragueville,. his zum Schloß St. Michael, wo der Touchsich mit letzterm Fluße vereinigt, einen Canal ziehn.
1604 ließ' der Corinetabke vor, Montmorenei Heinrich der erste, Gouver-neur von Langnedoc, alle Stellen, durch-Welche dieser, Canal gezogen' werde«.konnte,, ntttersnch.ettr Aber- die Profeete ,des-t,Ca«als-v'v-n Vriaxe, welche .leichterauüztlsichren schienen, und, zugleich die Hattptsadt näher interessrteN,. gaben derAufrnerksMkÄt., dirs-.' Mlnißers- .ejn.e andere Richtung und verdrärigken die Ge-danken an dem Canal von Languedor. . ,