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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Geschichte des Cauals von Languedoc. 67

scher der Provinz, wurde von den Königl. Comrnissaricn aufgetragen, den Planund Anschlag nach Hofe zu bringen.

Es wurde fo wohl die Möglichkeit des yroseetirten Canals, als die Leitungder Gewässer vorn Schwarzenberge bis zum Vertheilmrgsylinkt, anerkannt, undschienen diese Gewässer zureichend zu seyn, die Schiffahrt Z Monathe im Jahrunterhalten: aber das Ganze wurde noch immer, als mit vielen Schwierig-keiten verknüpft, und sürnemlich als von übermäßigen Kosten, betrachtet.

Nenn fand keine große Hindernisse, den Canal vom VertheilungSynnkt beyNouronse, bis an die Gewönne zu ziehn, wenn man solchen nahe an der StadtToulouse vorbey führte; wie auch zwischen diesem Verrheilnngspnnkt, bis andem Aude-Fluß. Da aber dieser Fluß von iUatur citt so schlechtes Bette hatte,das nicht leicht schiffbar zu machen ffaud; so glaubte man es gerathener zuseyn, längs demselben einen vollsiändigen Canal heraus zu ziehn, und nur ausdem Fluße das benöthigte Wasser zu nehmen, um den Canal bis an den An-sang der Nobine von slkarboune, die sich an der Mündung der Nouvelle en-digt, damit zu versehen. Die Commiffarien vermeinten, daß wenn man von derNobine bis Franquie einen Canal zöge, so würde man einen schern Hasen fürdie Schiffe erhalten. -Der Herr Niquet machte aber den Commiffarien nochbemcrklich, daß wenn man beym Anfang der Robine von Narbouue quer dar-über gienge, man leicht den Canal bis zum Deich von Vendres bringen, unddiesem mit dem von Thau, durch einen Gemeittschafkscanal verbinden könne,der sein Wasser von den Flüssen Bez irres und Aude erhielte.

Während dieser Untersuchung hatte Herr Niquet dem Herrn Colbcrt vonden Verrichtungen der Commiffarien Bericht ersaktek. Die vornehmsten Schwie-rigkeiten waren die großen Kosen, welche die Vereinigung der Gewässer desSchwarzenbcrges, ihre Leitung bis nach Nourouse und die Anlage des Wassrbehälters bey St. Farriol erfordern würde. Der Herr Niquet schlug des-wegen dem Miiniser vor, diesen schweren Theil gegen eine gewisse Summe zuübernehmen, ohne etwas dafür zu verlangen, bevor er nicht aus eins unwider-sprechliche und augenfällige Weise, uemlich mittels eines kleinen Grabens, dieÄUöglichkeit gezeiget, die Gewässer des Schwarzeuberges bis zu dem Verthci-lungspuukt bey den Nourouser Steinen zu leiten; und daß im Fall es ihm

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