76 Fünfter Abschnitt. !
Hen zu wcitlärftig ist, wurde gedruckt und in ganz Frankreich herum versand;auch Nrcdailleu unter die Zuschauer vertheilt und in fremde Länder verschickt.Ju jedem der gelegten Steine war eine kupferne Platte mit einer lateinischenInschrift eingelassen.
^Während dieser Ceremonie, kündigte die am User des Flufses ausgepellteArtillerie der Stadt, durch fortwährende Abseurung, der umliegenden Gegenddie Feierlichkeit dieses Freudenfestes au, welche durch ein beständiges Geschrey:es lebe der König! begleitet wurde, während der Herr Niquet unter seine Arbei-ter Lebensrnittel und Wein, austheilen ließ.
Übelunterrichtete und schlechtgeflnnte Menschen streucten Zweifel -aus, we-gen der Mittel, deren sich der Herr Riquet zur Ausführung bediente. Manbehauptete dermalen, daß man lieber den Fluß Lers, den die Natur hervorge-bracht, hätte folgen sollen, als die Kopen anzuwenden, einen neuen Canal ineinem Erdboden zu ziehn, den man nicht kenne. Aber der Herr Froidour beant-wortete diese Einwürfe dadurch, daß er alle Schwierigkeiten zeigte, welche manbey einem dergleichen Flüsse würde angetroffen haben. Er nimmt seinen Laufdurch Wiesen, die in, reguichten Zeiten überschwemmet chnd, und in welchenman keinen, freyen und gangbaren Ziehpfad haben kann. Die Schleusen wür- ,den durch ihre Stauung diese Überschwemmung vermehrt haben. Endlich hak !dieser Fluß nur eine sehr schwache Quelle, und sein mehrftes Wacher entsteht ^vorn Regen, führt vielen Sand und Schlamm mit sich, womit der Canal baldangefüllt seyn würde, ohne Mittel zu haben, ihn ins Trockne zu setzen und ^auszubringen. Man hatte also Recht, die Lers zu verlachen, und den Canalam Fuß einer der Höhen heraus zu führen.
Der schleunige Fortgang, den die erpen Arbeiten des Unternehmens durchden darauf verwandten Fleiß und die Bemühung des Herrn Riquets gewann,belebte seine Hoffnungen und vermehrte seinen Muth. Er erbot pch 166ggegen dem König, den Canal in vier Zähren, anstatt der bey der Übernahmeangesetzten 8 Jahre, zu vollenden, wenn So. Majestät gernheten, die Bezah-lungen der ihm angewiesenen Summen auf kürzere Fristen zu setzen: welchesihm auch bewilligt wurde. j