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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Geschichte des Carrals von Languedoc. 79

^ 2 eirc von Toulouse, zu unterhalten. Die Herren Bezons und de la Faille

können Ihnen bezeugen, daß ein Theil des Canals von dem Wasser so an-gefüllt war, daß man es mit Eimern und Kübeln ausschöpfen mußte, damitdie Arbeiter in dem Basstn nicht gehindert wurden, und daß wir eine halbedaraus sortschistten.

Der Herr Niquet hatte die Abstcht gehabt, dem Basstn von Nourouse544 Klafter Umfang im Innern zu geben, rings herum sollte ein großer Aus-ladimgsplatz bleiben, in der Mitte des Bassins aber ein Postament mit derStatue des Königs und andern Verzierungen ausgestellt werden. Die Zeich-nung war davon gemacht, es kam aber eben so wenig zur Ausführung, alsdie Stadt, welche rings um das Basstn angelegt werden sollte; und wovondas Model steh in der Bibliothek des Herrn Colbert bestndet.

9 each dem Zuschlage des zweyte» Theils vom Canal und des Hafens von^ekte war Herr Niquet geschäftig, an diesem arbeiten z» lassen. Aber der^>erg von Cette war eine Art öder und unbewohnter Insel, die von Agdedurch einem großen Teich, der von dem Wasser der See entstanden, getrenntch- Man konnte nicht zu dem Berge gelangen, ohne durch dem See zu gehn,

! den man zwar mannichmal, doch nicht bey starkem Vsinde, an einer schmalenstelle, die Gaze genannt, durchwaten konnte; aber auch dieser Übergang wargefährlich. Die Länge der Überfahrt von Agde nach Cette nahm denen Ar-beitern, die genöthiget waren des Abends nach Agde zu gehn, viele Zeit weg.Üm einen kürzern, freyern und bequemern Übergang und Gemeinschaft mit die-sem Berge zu erhalten, wandte stch der Herr Niquet, der uberdem voraussah, daß die Anlegung des Hafens in Zukunft die Erbauung einer Stadt! Mch stch ziehn werde, mit seinen Vorstellungen und C'rbietungen an dem Herrn^kzong^ der unterm 2gsten December 1669 durch eine Verordnung dem HerrnBiquet erlaubte, aus seine Kosten einen Damm durch dem Teich Frontignan,Mischen der Meyerey Parial, bis an das stäche Meerufer zu ziehn, und einebequeme Gemeinschaft nach Cette anzulegen; in dem Damm, Dstnungen mitlegenden Brücken zum Laus des Wassers, und eine Drehbrücke zum Durch-6a»g Schisse zu lasten. Das Begehren des Herrn Niqnets, zu seinerEntschädigung aus dem Damm einen Zoll zu heben, und in dem Teiche die