III
Beschreibung des Canals von Langncdoc.
2 lrgeliers bis znm Attde-Fluß gezogen, der eine Meile lang iß, und bey Sa-lellt-g hergehet. Siehe Tab. IV. Aus diesem Canal liegen 5 einfache Schleusen,eine doppelte bey Salelles, von 20 Fuß Fall, und nahe am Aude-Fluß dieeinfache Schleuse Gaillousti. Man hat hier, um etwas Wasser zu ersparen,üach der Theorie die Schleusen gleich weit, nemlich Zoo Klafter von einandergelegt. Da aber der Abhang des Bodens, mit dieser gleichen Bertheilung garnicht übereinßimmt, so hat man, um solchen passend zn machen, da wo er zuhoch, sehr ties graben, und die niedrigen Stellen ausfüllen müssen. Hieraus's entstanden: ein größerer Kostenaufwand, geringere Dauerhaftigkeit der Arbeit,kin beträchtlicher Miasscrverluß durch das Durchseigen der frisch ausgebrachtenÄämme, und ein großer Schaden, den die Eigenthümer der an dem Canal be-kegenen Ländereyen durch die Überschwemmung erleiden. Man hat deswegenlängs den Ziehpfaden, Abzugsgräben machen, und das durchgesagte Wasser inöie Aude ableiten müssen. Ein warnendes Beyspiel für übclverstandeneTheorie!
100 Klafter vorn Eingang des Canals in dem Aude-Fluß, gehet links einAbzugsgraben nach dem Teich von Eapcßang ab, der durch lö Schütten, zu 6Cttß hoch und Z Fuß breit, verschlossen iß, wovon immer drey zusammen,Nl fünf verschiedenen Niveaus liegen. Der Auegang des Canals drehet sich inöer Richtung dieses Abzugsgrabens, gegen den Aude-Fluß, damit, auch wenn er"iedrig, dessen mit Schlamm vermischtes Wasser, durch den Abzugsgraben mitSchnelligkeit in dem Teich von Capeßang einlaufe, alda in Stillsland komme,Und durch den Niederschlug denselben nach und nach anfülle. Für die Schif-ahrt isl diese an sich unablässige Bedingung sehr lästig, weil bey jedem An-^achg des Aude-Flusses, sich der Ausgang des Canals so verstopft, daß man*5 big ig Tage braucht, um aus Rechnung des Wasservorraths vom großen^Nal, durch den Sturz des Wassers durch die Schleuse von Gaillousti, den^and und Schlamm fortzuschaffen.
Die in Ansehung der Robine zu machende Verbesserungen bestehen darin:ößß dessen krummer Lauf hin und wieder gerader gemacht; unterhalb NarbomieE»ie Schleuse angelegt; in dem Canal, der durch die Fusel St. Lueie durchge-sehen wird, um den Sejeans-Teich zu vermeiden, durch welchen bey siürmi-