Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
127
JPEG-Download
 

Einrichtung der Schleusen. 127

vieler Wahrscheinlichkeit, daß wir diese Erfindung den Italienern zu verdanken Tab.V.haben, und führt zum Beweis des Pater Friß Abhandlung von den Müßen undströmen an; nach welcher die Schleusen mit doppelten Thüren zuerfi aus der^N'enta bey Padua im IähreigüZi durch Ingenieurs von Vikerbo erfunden,

Und ausgeführt sind: dessen Zandrini im i2ten Capitel seines Werks von dengießenden Gewässern, gedenkt. Leonard de Vinci machte sich bald diese Erfin-dung zu Nütze, um die Vereinigung der zwey Eanäle von Mayländ zn be-werkstelligen; und mittelfi 6 Schleusen, die zusammen 17 Ellen, jede zu 22 sran-^fische Zoll, oder Zi Fuß 2 Zoll Gefalle hakten, machte er die Fahrt aus bey-öm Canälen frey undAeichk-. Das ganze Werk wurde 1/-97 unter Ludewigdem Mohren vollendet, wie die lateinische Inschrift an einer Seite der letztenschleuse solches bezeugt.

. , ß- 93-

2 lus dem Canal von Languedoc sind ansetzt faß alle Schleusen, in Anse-hung ihrer Form und den Hanptmaßen, einander gleich. Ich habe deswegenulhier die Schleuse von Gardouche gewählt, wovon der Herr de la Lande, Plansehr gute Zeichnungen gegeben hat; und welche noch den Vortheil gewährt,man zugleich sehen kann, wie nöthigen Falls eine Brücke darüber anzubrin-gen sieht. Zugleich habe ich, wie Tab. V. zeigt, zu Ersparnng der Kupfer einedoppelte Schleuse von t 6 Fuß Gefcille daraus gemacht, ihr Profil zur gehöri-gen Länge ausgedehnt, und zwey Profile nach der Breite hinzugesetzt. Die^ern und untern Tllüren find nach einen größern Maßstab gezeichnet. Wennwan fich vorstellt, daß um Grundriß Fig. i. der Theil a li e ä so angesetzth'y, daß der Punkt: a genau aus e zu liegen kommt, so hat man nach K zu^Ue einsache Schleuse, r die aus drey Haupttheilen befieht, als: i) aus dem^bercheil oder der Oberschleuse 6 II, 2) der Kammer oder dem Baffin H.I,wrd Z) aus dem Ausgang oder der llnterschleuse I R.

V ^ 94. . ,, , .

Erfilich: Die Breite A A des Eingangs, so, wie die,des.Ausgangs ll l>,Achter fich, wie h. Zi. gesagt, nach der Breite der größten Schisse, welche den