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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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130
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iJo Siebenter Abschnitt.

Tab.'V. gen ; weswegen dann auch die Mrttelriegel lr 1 und die kleinen Ständer nr undn, 2 oder Z Zoll weniger Dicke haben müffen, als die Dreh - und SchlagstäMder, auch -Ober - und Unterriegel, in welche die Bohlen 2 bis Z Zoll breit,eingesalzet stnd. An diesen und den Mittelriegeln, werden he theils mit eisernen,theils mit hölzernen Nageln, Wohl befestigt, sehr gut aneinander gestrichen, mit'Werg kalfatert, und zu verschiedenen Mulcn heiß getheert.

Zum Durchlässen des Wassers oder dem Schleusenspiel, stnd so wenig vondem Herrn Bellidor als de la Lande, bey diesen Arten von Schleusen in denSeitenmauern Umläufe angezeigt: daher zu vermuthen, daß die aus dem Canal !von Languedoc dergleichen nicht haben, sondern an deren Stelle, wie auch Fig-5. und 7. zu sehen, in den Thüren, Schütten g angebracht stnd, die in einemgesalzten Rahmen g r t ausgezogen und herunter gelassen werden können. Andiesen Schütten p stnd Stangen u und v befestigt, die oben durch den breitenOmerriegel 'w durchgeht!, der sich wiederum in den Falzen der oben in demDrehbaum a e verzapften und wohl befestigten hängenden Ständern x und ^auf und nieder bewegt, wenn die durch dem Ouerriegel rv und der darin einge-fchnittenen Mutter, gehende hölzerne Schraube 2, mittelst der oben bey 1. be-findliche Kreuzarme 2. Z. herum gedrehet, und auf diefe Weife, die Schütte Fentweder herausgezogen oder niedergelassen wird. !

Die Fallmauer g b, Fig. 2., ist g Zoll höher als der obere Schleuseribo-den A I, und hat unten bey r eine Dicke von 12 Fuß; damit das Durchseige«

des obern Canalwaffers um desto mehr behindert werde. Sie hat von r nach

oben zu f oder ^ ihrer Höhe zur Anlage ihrer Abdachung, damit die in der !Kammer liegende Schiffe, an die obere Kante y nicht anstoßen, Schaden verur- ^fachen und nehmen können.

Diese Erhöhung von 8 Zoll, erstreckt stch nicht weiter als bis 1 1 rn, Fig-

1., und dienet dazu, daß die Thüren mit ihrem Unterriegel stch daran legen und

stützen können. Da dieser Vorsprang oder Anschlag i I m n von denen durchdie Wafferhöhe angedrückten Thüren viele Gewalt leidet, auch diese den Boden !unten nicht berühren, sondern einen Spielraum von Z bis ^ Zoll behalten rnüs !fen, so wird dieser Vorsprang mit aller Genauigkeit und Solidität angelegt,damit er stets unverrückt und ganz unbeschädigt bleibe. Er wird deswegen oben