Einrichtung der Schleusen. iZZ
§. 98- Tab,
Wenn der Boden da, wo man eine Schleuse anlegen will, bey fleißigerUntersuchung durchgehend«; von einer solchen Feßigkeit befunden, ' und manuberzeikgt ich daß er keiner Pilotirung bedarf, auch in der Nähe die zum^au erforderlichen Steine häußg, von gehöriger Güte und wohlfeil zu haben!^ud: fo iß es sowohl vortheilhafk als sicher, die Schleuse mit ihren Grund-mauern ganz von Steinen zu erbauen, und alles Holzwerk so viel als möglich!a vermeiden. Da gerade dieses der Fall bey dem Eanal von Languedoc ichMo, wie in, Uten Abschnitt gelesen, alle Arten von Steinen im Überflußvorhanden, so snd auch alle Schleusen und andere Bverke davon gcbanet.Äabey iß zu vermuthen, daß man immer fcßcn Boden gehabt, oder solchenövch dazu ausgesucht; weil nirgends von Pilotirungen die Rede iß. Wennö>e Steine in der Gegend des Baues von verschiedener Güte sind, so müssen!H Wohl ausgesucht und sortiret werden, um jede Art da anzuwenden, wo ße^otn beßcn Nutzen iß und seyn kann. Die härteßen, wenn ße von hiuläng-^cher Größe und Figur und gut zu behauen find, werden hinter die Dreh-ender der Thüren, als bey i und m Fig. i. zur Deckung des Vorsprungsau den Ecken A, b und 6, und zu den Deckplatten; kleinere aber von dieser°der doch einer andern guten Sorte, werden zur innern Bekleidung der sämmt-^chen Nkauern, und zum Belegen des Bodens der Schleusen und der Kam-Mern gebraucht. Die irregnlairen Steinßücke, welche bey dem Brechen derQuader häußg vorfallen, ßnd gut zu den Fundamenten nnd zum Hinter-Mauern.
§- 99 -
Die Höhe her Seitenmauern über dem Gchlensenboden beßimmt ihrewobey jedoch aus die Fcßigkeit des Bodens und aus die Güte derMaterialien sehr viele Rücksicht zu nehmen iß. Bon diesem Verhältniß der^ Ee der Schleusenmauern gegen ihre Höhe, werde ich in der Folge noch Ge-^öenheit nehmen zu reden. Da der Herr de la Lande in seinem Werke keinen^.^chschuitt nach der Breite der Schleusen gegeben, der doch, um die Soli-'Mt zu beurtheilen, sehr nöthig iß, so habe, wie bereits erwehnk, diesen Nickn-