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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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141
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rab. VI.

Achter Abschnitt.

Von der Einrichtung der Schleusen mit Fundament auf einem

Pfahlrost.

§- 109.

^öey den schisbaren Canälen hängt es selten von uns ab, in welcher Art vornÄoden man eine Schleuse anlegen will. Aberdem fängt gemeiniglich der Ca-Nal in einer niedrigen Gegend an und endet steh in derselbigen, wenn anch des-fn größte Länge über Anhöhen und Berge, oder an selbigen herausgeführt^ird. Wir mühen deswegen, wenn wir der Absicht dieser Schrift entsprechenZollen, auch zeigen, wie eine Schleuse in niedrigem und einem solchen Boden^zulegen ist, dem erst durch Rost und Pfähle die nöthige Festigkeit gegebenwerden muß.

Ich habe deswegen, Tab. VI., eine einfache Schleuse, in Welcher ein Schisf^Mim hak, mehrentheilö nach Bellidorschen Grundsätzen entworfen; die ich^Nn auch nach allen ihren Theilen, hier ausführlich beschreiben, aber dabeylochen werde, alle Wiederhohlung des schon Gesagten, so viel als möglich zu^trueiden.

Daß man den Boden in welchem eine Schleuse angelegt werden soll, vor-der wohl untersucht, versteht steh von selbst. Mienn es nur irgend thunlich ist,Muß man steh vor einem schlammigen und moorichten Grund hüten; es sey^nriri, daß, wie es bey letzterm nicht selten der Fall ist, ein guter Sandboden stehbrünier befindet, der mit dem Grundban zu erreichen ist. Unter den verschie-denen Gattungen des Sandbodens, ist der wahre Triebsand der schlechteste, und