Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
190
JPEG-Download
 

Zehnter Abschnitt.

IM

.IX. Jede Thür hak Z Fächer, und in jedes kommen 4 Strohschütten, die sßFuß breit und 2 Fuß hoch sind, und über einander gesetzt, die ganze iüsinungverschließen, Wie Fig. ir. ohne weitere Erklärung deutlich zeigt. Sie bestehenaus 1 3 ^ dicken Brettern, und sind an Schüttsiangen von Z Zoll guadratso bcsesiigt, daß wenn solche eingesetzt, letztere eine der andern nicht im T 8 eg^ist. Ihre Länge isi verschieden, nachdem sie hoch oder niedrig stehen, sie müssi"aber oben bey g. 2 Fuß über den Drehbalken hervor ragen, und alle 4 A'llmir Löchern versehen seyn, durch welche ein Bolzen gesteckt werden kann, der'durch den Knecht oder hölzernen Hebel Fig. i 4 - gehet, womit die Schütten seh*'leicht aufgezogen, und eine nach der andern heraus genommen werden kaliU-Man macht jedoch mit den obern Schütten den Ansang, weil alsdann nichtallein das TLasser sich erniedrigt und dadurch der Druck aus die untern gen»'ger wird, sondern auch selbst das überfallende Blasser einen Gegendruck Vera»'saßt, der das Ausziehen der untern Schütten sehr erleichtert.

. - . ch. 147-

Wenn die Stechnitz viel Wasser hak, so siehet es gewöhnlich oben -Z Fußhoch vor den Schütten und unten 4 Fuß; bey trochner Zeit aber oben kcnM7 Fuß und unten Z, Höchstens Z? Fuß. Das Gefalle des Wassers, wenn d^Schütten gezogen sind, -isi also im Durchschnitt Fuß; und man kann sichleicht vorhielten, daß bey der dadurch erhaltenen Geschwindigkeit von 14^in einer Secunde, dieses Herabstürzen des Wassers mit vielem Geräusch gesehn"het, und so heftig aus.dem Boden gleich vor der Schleuse würkct, daß wen»er nicht-von besonderer natürlicher Festigkeit oder durch die Kunsi verbessert iß?derselbe gar bald tief ausgespült., die vordersie Kernwand entblößt wird,der Schleuse ein großer Nachtheil dadurch entstehen kann. Zugleich würkt dUsis Sturzwasser aus die User,, unterspület solche, bricht sie nach und nach ^und macht sich einen Kolk, der immer größer wird. Diesen beiden uuausblei^liehen Nach theilen kaun nur dadurch vorgebauet werden, daß nach Naaßg^der Fesiigkeit des natürlichen Bodens, , ein hinlänglich breiter Borboden U F'kbg., der ,ayö einem auf Pfählen ruhenden Nosi bestehet, aus Länge- und Q"^ballen zusammen.gesetzt isi, und dessen Fächer,, mit Steinen entweder sesi g" 6 ^