Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
221
JPEG-Download
 

Wasterverschwendnng.

221

4 a 2 d. ^ Hieraus folgt/ daß man am Ende des Vertheilnugspunktö, nur^"stäche Schleusen anlegen soll, wenn man TLasstr ersparen will. Iknd da dieQuantität Waster, welches wir eine Schleuse voll nennen, das Produkt ausLänge und Breite der Kammer multiplieirt mit der Hohe des Falls ist,*Ehin bey gleich großen Schleusen, diese Quantitäten steh wie die FallhöhenEhalten, so wird die Cousumtion dadurch noch verringert, wenn man diesenschleusen einen so geringen Fall giebt, als es die klmstäude erlauben: süxncm-^ch alsdann, wenn die dem Vertheilungspunkt zunächst gelegenen Canalstrecken,^Ueu besondern Zustuß von Wasser haben, wie es sehr oft der Fall ist. BeyLanguedocker-Canal ist hierauf keine Rücksicht genommen, und würde auch^'ori keinem Nutzen, gewesen seyn; weil von dem Bertheilungüpunkt bis nachGaronne auf der einen, und aus der andern Seite bis da wo der Fres-lUel-Fluß einen Theil seines Wassers dem Canal abgiebt, derselbe gar keinenänstuß hat, und seine ganze Erhaltung von oben herab entgegen stehet.

Wir wollen annehmen, daß im Jahre, es sey wegen eintretenden Frost,»der wegen der nöthigen Ausbesterungen, der Canal nur Z20 Tage befahren^ürde, folglich jeden Tag von den rooo Schissen, durch die Schleusen

llchen. Ferner sollen die Schleusen nur jedesmal ein Schiff einnehmen, so wie^ jetzt fast auf allen Canälen geschiehet, und sowohl der Ersparung des Wns-^'S wegen, als auch dem schleunigern Betrieb der Fahrt, am Vortheilhastestenwenn jedes Schiff, so wie es an die Schleuse kömmt, ohne Aufschub durch-^asten wird. Wir wollen deswegen die Schleusenkammer 90 Fuß lang, 20breit und ß Fuß für die Höhe des Falls ansetzen, welches für heraust-*>Nd heruntergehende Schisse Cubicklastcr beträgt.

2) Die Ausdunstung kann, überhaupt genommen, auf dem festen Landest. aig der Regen und der Niederschlug betragen, weil sonst keine^ständige Quellen und Flüste ih-r Daseyn haben würden; hingegen müssen die^ßen Nteere, ja alle stehende Seen und offne Canäle, aus ihrer Waster-

mehr ausdünsten, als sie vom Regen empfangen. Die Ausdünstung so-^ als der Niederschlag, ist in den verschiedenen Ländern sehr ungleich, nach-das Clima warm oder kalt ist. Nach den Beobachtungen soll man in

o^ger Gegend die Ausdünstung der stehenden Gewässer zu Z6 Zoll, und den