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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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sZs Zwölfter Abschnitt.

XU. welchem das Wasser in selbigem fällt. Auch ifl alhiec ein Abzug angebracht,um sich des überflüssigen Wassers zu entledigen. Übrigens ifl dieser Wasfl'r-fang einer der beträchtlichsten des Canals.

§- ^7i.

Der vierte und letzte Wastersang än dieser Seite, ifl der des FrcSquebFlustes, der aus dem Schwarzberg kömmt, nahe beym Vcrtheilungspuukt vo»Nourouse vorbey, auf 20 Meilen lang, längs dem Canal fortläuft, und qrietdurch selbigem in die Aude abfließt. Ein Theil des überflüssigen Wassers volstVerthcilungspunkt fällt in dem Freöguel, und vermehrt den Wastersang. D^Damm, welcher dieserwegen angelegt worden, ifl 60 Klafter lang, auf u»^längs demselben ifl eine Brücke von 22 Bogen zum Schissziehn angelegt, u»^ein Grundabzug von 2 Schütten darinn erbauet.

§- r?2.

Zu diefen Wassersängett gehören auch die fogenannken Schlammfänge obetSchlammkaflen, deren schon iZo an dem Canale liegen, und von Zeit zunoch mehrere erbauet werden. Diese Schlammkaflen werden alda angelegt,kleine Bäche, Gräben und in Gründen herunter kommendes Regenwafser, na^dem es feine unreinen und fchlammichtcn Theil- abgesetzt, in dem Canal aufg^nommen werden. Fig. 5. Tab. XII. zeigt davon den Grundriß, und Fig.den Aufriß. Es bestehet derselbe in einem ganz nahe am Canal angelegtBassin, oder mit drey Mauern eingefaßten Kasten a b e 6, wovon jede24 bis Zo Fuß lang ifl. Die Seitenmauern können nach Erfordern 7 bis ^Fuß hoch seyn; außer vorne zwischen d und e, wo die Höhe der des Wass^ft'iegels vorn Canal gleich ifl. Die Dicke der Mauern, die Tiefe des FuN^ments und dessen Einrichtung, richtet sich nach den Umständen, der Beschösseheit des Bodens, und der vorhandenen Materialien. Diese Schlammbadsind eigentlich als Überfälle anzusehen, hinter welchen das zufließende Wa^aufgestauet, und fein Gefalle gemäßigt wird, damit es nahe am Canal i'u ^solche Ruhe kommt, daß der mitgeführte Sand und Schlamm, Zeit zürnVerschlagen gewinnet, sich auf dem Boden fetzt, und nur das gereinigte 2 ^'