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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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s 54 Dreyzchnter Abschnitt.

Tab.Xlll. nehmen, oder mit einer Brückwasterleitnng darüber weggehen. Der Herr Angner wählte das Letzte als das Sicherte, und erbauete diese BrückwasserleitUNg,die nebst ihren Flügel - und Vorsetzmauern von 6 bis H Fig. 4. 5g Klast^'lang, bey I U iZ Klafter, und von b- bis M über dem Gewölbe, mit Inbe-griff der Seitenmauern, 6 Klafter breit ist. Der Bogen Fig. 5. ist 24weit, vom Wasserspiegel a b bis zum Schlußstein 10 Fuß hoch, und führt ^Fluß gewöhnlich 7 bis g Fuß tiefes Wasser. Da die von dem Herrn de brLande angegebene Maßen, mit dessen Zeichnungen nicht ganz übereinstimmtso habe ich solche nach letzteren zu verbessern gesucht.

Diese sehr kurze und bloß historische Nachricht, wollen wir noch ll>^folgenden Bemerkungen begleiten. Wenn es seine Richtigkeit hat, daß ^Bach stets 7 bis g Fuß tief ist, so würde die Breite seines Wasserspiegels abFig. 5. seyn, welches auch mit der scheinbaren Normalbreite a d Fig. 4 - 6^zutrifft. Der Augenschein zeigt aber, daß schon bey diesem Wasserstande ^Öffnung zu klein ist, und bey starkem Zusturz des Wassers, zu überschwer^münzen selbst des Canals, Gelegenheit geben kann. Und dieses mag auch w»^die Ursache seyn, daß, um den Canal von diesem Überfluß zu befreyen, m^den 120 Fuß langen Überfall 0 k, wovon ich den Durchschnitt Fig. 7. hüll"gesetzt, hat anlegen müßen. Dieser Überfall ist über dem Fundament 2S Fr-^von ll nach e breit, und fällt in vier Absätzen stnssenweise herunter; weichtich sehr billige, und bester halte, als wenn das Wafser aus einer schiefen Fläst^in eins herunter läuft: wie ich schon erwchnk. e Fig. 4. ist Zo Fuß la»ördie übrigen 96 Fuß als ä k, haben nur über dem Fundament 22 Fuß Btt^und Z Absätze. Vermuthlich ist das Gefalle von b bis c davon die UrsmÜ'A e Fig. 7. ist die Scheidemaner zwischen dem Überfall und der Vorsetzniall"^ li, alrvo bey l» die Brüstung des Ziehpsades, bey i aber eigentlich dergcl 1 ll der Brücke ll I ansängt. I ni ist der andere Flügel, wr ir o diesetzmauer des Canals, auf welcher stch bey w die Brüstung des Ziehpfades ^digek. x s ist zweymal in sehr stumpfen Winkeln bey g und r gebrochen,durch die Beengung des Canals abgekürzt worden. Von 6 bis r, und voll 2bis U stnd Vorsetzmauern; wovon stch letztere bey H an einem erhabenen ^den anschließt. Nach der Zeichnung scheint alles Mauerwerk mit vieler