Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
278
JPEG-Download
 

278

Fünfzehnter Abschnitt.

fassen und unten die Wasserleitung, wo das Wasser herunter fällt, mit hartenSteinen pflastern lasen. Überhaupt hat matt bemerkt, das der eben erwähnteAus- und Eingang, diesenigen Stellen sind, welche sich am leichtesten zusetzen,und wegen ihrer geringen Breite und großen Höhe am schwersten auszubringenstnd. Alle Versuche, die man mit Baggern gemacht, wurden nicht hinreichendbefunden. Und um den Canal alhiec ins Trockne zu fetzen, hat man steh gern"thiget gesehen, die Strecke zwischen dem Überfall unterhalb lMalpas bis zu deNSchleusen von Fonferane ablaufen zu lassen. Aber dieses ist sowohl im AN'ker, wegen des starken Handels, als auch im Sommer, wo man bey trockn^Zeit fürchten muß, aus Mangel des Wassers die Fahrt nicht sobald wied^herstellen zu können, sehr nachtheilig. Diesen Beschwerlichkeiten, so viel-möglich, abzuhelfen, würde es von Nutzen seyn, diese Theile des ossnen Caria^mit einer Futtermauer an beiden Seiten zu versehen, damit der Tns nicht cst"bröckeln, und der Regen ihn nicht in dem Canal eiuschwemmett könne.

Z-

260 .

In meiner Beschreibung der schiffbaren Canäle, habe ich von dein unt^irdischen Canal in der Pieardie der die Somme und Scheide verbindeneinige Nachricht von dem gegeben, was ich bey dessen Besichtigung, im Jalch1777, an Ort und Stelle in Erfahrung bringen konnte. Da aber dieser CaN^obwohl derselbe bis setzt noch nicht fertig ist, und ohnerachtet der von nelU^geschehenen öffentlichen Ankündigung es noch zweifelhaft bleibt, ob und wa>^derselbe zu Stande kommt, doch immer als eines der wichtigsten Werke ^Kunst und des Canalbaues, anzusehen ist, so verdient derselbe wohl, daß des'ff'Geschichte, und eine genauere Beschreibung hier ihren Platz stndet, undwir vernehmen, was der Herr de la Lande davon berichtet.

Der Herr Eaignard de Marcy, Urheber und Privilegirtec des ersten ^uals in der Pieardie, der behauptete, seit Zo Jahren 'über die Vortheile d>^Canals nachgedacht zu haben, übergab i/ü6 dem König deswegen eine Sch^^mit dem Erbieten, eine Gesellschaft zu errichten, welche die Ausführungnehmen sollte. Er wurde demnach 17^7 bevollmächtiget, den Plan undschlag davon machen, zu lassen; welches denn auch der Herr Landmesser >'

Le-