Mkerirdifche Canäle, >
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§. S02.
Die Einwürfe und Zweifel, welche gegen dem Canal erreget wurden, undöie endlich die Einstellung dieser Arbeit bewürkten, nebst deren Beantwortung,sollen wir noch, in so ferne ste belehrend sind, Herfetzen.
Erster Einwurf. Der Erdboden, durch welchen der Canal geht, wird stchNicht halten, und wenn man ihm wölben muß, werden die Kosten übermäßiglWoß feyn.
Antwort, llm die Zweifel wegen den Bestand des Erdbodens zu hebern^'ß der Herr Lammt 1772, wie schon gefugt, eine Länge von etwa Zo KlafterNach dem Prossl, den er haben fällte, ausarbeiten, die stch auch sehr gut gehaltenNnd bewiesen, daß man nicht die ganze Länge des Durchstichs zu wölben brau-che, obfchou im ersten Anschlage solches in Rechnung gebracht ist. Man kannseh bey Besichtigung des geschehenen Durchstichs überzeugen, daß von diesen6000 Klaftern stch nicht über rooo stnden, die der Ankermauerung bedürfen.Aber wenn dieses auch dnrchgehends geschehen müßte, so würde es in nichtsdon dem ersten Projcct abweichen, nach welchem darauf gerechnet, daß dieses fürweniger als 2^ Million geschehen könnte, und diese Schwierigkeit habe ihnnicht zurück gehalten, da die Mauermaterialicn, in diesem Lande häustg, unddie Arbeit mit eben der Leichtigkeit, als das Durchstechen zu verrichten sey.
Zweyter Einwurf. Das Wasser werde von oben häustg durchfeigen und
Gewölbe verderben.
Antwort. Dieses Durchfeigen von oben, kann von gar keiner Erheblich:leit seyn; weil die Breite des Canals nur 20 Fuß beträgt. Die -Quellen und
Grmldwasser die in dem Canal eindringen, sind selbigem mehr vorkheilhaft
nachtheilig, indem ste ihn mit Wasser reichlich versehen; ja selbst die Quelleöer Scheide kann zum Besten des Canals sich verringern, weil er tiefer liegt,^cy Hanlcourt fand man das Grnndwasser g Fuß, und bey Nouvoir sg Fußswher als der Boden des Canals.
Dritter Einwurf. Es ist bequemer und eben so möglich, die Somme nnd^chelde durch einem ossenen Canal zu vereinigen.
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