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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Fünfzehnter Abschnitt.

Tab.XVIII. zu haben; sondern man Muß auch das Nivellement auf alle in der Nähe derNichtungslinie des Canals belegene Bäche und Brunnen ausdehnen, um zu er-fahren, wie hoch oder wie niedrig ste gegen dem Wasserspiegel des Canalsgen, und zu wissen, ob sich derselbe von ihnen Gewinn oder Verlust an Säsfer versprechen kann. Nach diesem Prostl wird man dann auch die Anz^der Lichtlöcher oder Schächte und ihre Entfernung von einander bestimmen, ih^e^Mittelpunkte aus dem Terrain darnach abmessen, und mit eingeschlagenen st^'ken Pfählen bemerken können. In Ansehung der Lichtlöcher, durch welche ^Erde heraus geschasst werden muß, und die beybehalten werde», um dem CaM^zu einiger Erleuchtung und Erfrischung der Lust zu dienen, so mästen solche ^bis gc> Ruthen von einander entfernt seyn, damit eines Theils ihre Anza^nicht zu sehr vermehrt, andern Theils aber auch die Arbeit des Canalsverzögert werde. Es ist aber gar nicht nöthig, ste gleich weit von einan^abzulegen, vielmehr sucht man die niedrigste» Stellen dazu aus, weil man h^'durch sowohl an der Arbeit, als am Lichte gewinnet. Je niedriger ste lieget!desto mehr kann man ste auseinander legen, doch muß man es auf etlicheTiefe nicht ansehen, wenn man dadurch ein schickliches Verhältniß in dersernung von einander erhalten kann.. Die Lichklöcher mästen zuerst bis aus de^Boden des Canals abgesenkt seyn, ganz lothrecht herunter gehen, und 9im Durchmesser oder im Viereck haben, damit 2 Küben neben einander vorbe?gehen können. Rund werden ste, wenn ste, in Felsen oder ander hartes Gesteinmit Pulver gesprengt oder herausgebrochen werden; viereckige aber, wenn ste'Rahmen von starkem Holze eingefaßt, und gleich den Brunnen, damit abg^senkt werden sollen. Der Lausrahme gehet immer voraus, und so wie die l§r^in seinem innern Raum heraus gehoben, wird er weiter hinunter getrieben,ten aber mit 4 bis 5 Fuß langen vertikal stehenden Brettern gefuttert, und ^bald er etliche Fuß gewonnen, wird ein zweyter Nahm gerade über ihn gel^und die Seitenbretter hinter beiden weiter hinunter getrieben. Der zw^^folgt dem ersten, und wenn jener 2 Fuß abgemacht, so kommt ein dritter «"Iihm zu liegen, und hinter diesem und dem zweyten werden neue Bretter vott

oben herunter getrieben, und so weiter bis die Sohle erreicht ist. Obendem Lichtloch wird ein Haspel mit Kurbeln errichtet, um das gelösete Nllaterl

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