Buch 
Ueber Maschinen- und Fabrikenwesen : mit einer Vorrede von K.F.Klöden / von Charles Babbage / aus dem Englischen übersetzt von G. Friedenberg
Entstehung
Seite
176
JPEG-Download
 

176

zefs ausschliefsliches Geschäft eines einzelnen Indivi-duums bleibt, so ist es viel wahrscheinlicher, dafs seinerungeteilten Aufmerksamkeit sich eine Verbesserungseiner Werkzeuge oder eine zweckmäfsigere Handha-bung derselben darbieten werde, als wenn eine Mengeverschiedenartiger Beschäftigungen die Aufmerksamkeitbeständig zerstreuen. Eine solche Verbesserung desHandwerkzeugs aber ist gewöhnlich der erste Schrittzu einer Maschine. Soll z. B. ein Stück: Metall aufdem Drehstuhl geschnitten werden, so entsteht nurdann ein völlig reiner Schnitt, wenn der Schneidestahlunter einem besonderen Winkel gehalten wird; einemverständigen Arbeiter drängt sich daher natürlich der Ge-danke auf, dafs es zweckmäfsig sein würde, das Werk-zeug in diesem besonderen Winkel festzumachen. DieNothwendigkeit, das Werkzeug langsam und parallelmit sich selbst zu bewegen, führt auf den Gedanken,eine Schraube zu gebrauchen, und so entsteht die me-chanische Vorlage. Der gewöhnliche Tischlerhobel istwahrscheinlich so entstanden, dafs dem Arbeiter ein-fiel, ein Gestelle zu seinem Meifsel zu machen, damiter nicht zu tief einschneide. Beim Hämmern lehrt dieErfahrung, welches Quantum von Kraftaufwand dabeinülhig sei. Der Uebergang von dem mit der Handgehaltenen Hammer zu einem auf eine Welle gesetztenund mittelst einer mechanischen Vorrichtung gehobe-nen Hammer erfordert vielleicht einen höheren Gradvon Erfindungskraft, als die vorherigen Beispiele; indes-sen ist es nicht schwer, die Beobachtung zu machen,dafs, wenn der Hammer stets von derselben Höhe her-niederfällt, seine Wirkung auch immer dieselbe blei-ben müsse.

§. 193. Hat man es erst dahin gebracht, jeden