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Die Flora der Schweiz : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Vertheilung nach allgemein physischen und geologischen Momenten / von A. Moritzi, Professor der Naturgeschichte an der Höhern Lehranstalt in Solothurn
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Vaccinieae.

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Ferner muss erwähnt werden, dass inan jetzt nichtselten amerikanische Hhododendcrn in unsern Gärten undGewächshäusern findet. Aelter und häufiger noch ist dieAzalea ponlica die aus dem Caucasus stammt und beiuns den Winter im Freien aushält. Der Honig von Bie-nen, die die Blumen der Azalea ponlica besuchen, sollgiftig sein.

LXI1I. Familie.

J'accinien (/ accinieae).

AA'ie die Ericaceen , jeduch mit u n l e u s t ü n-digem Ovarium (also obensliindiger Krone),abfallenden, einblätterigen lilumenkronen undbeerenarligen Früchten. Kleine Sträucher.

Vacriniuin.

Kelcbrand 4 ötbeilig , seilen ganz. Kroneglockenförmig, 4öspaltig oder zahnig. Slaub-gelasse 8 oder 10, meist mit begrannteu Staub-beuteln. Beere 4jfächerig.

1 . f. Myrtillus Heidelbeere. Heubeere. Blätterabfällig, eirund, fein-gesägt, kahl. Blumen grünlich.Beeren schwarz mit blauem Anflug, t2'. In schattigenWäldern der ganzen Schweiz von der Ebene an bis in diealpine Kegion, ohne Unterschied der Gebirgsart. DieBeeren sind essbar und besitzen heilsame Kräfte beiDiarrhöen. Man gebraucht sie auch zum Färben rotherWeine und bereitet hie und da Branntwein daraus.

2. V. uliijinosum L. Blätter abfällig, umgekehrt-eirund , ganzramlig , unten graugrün , netzaderig. Beerenblau angelaufen mit wasserhellem Safte, f. Auf sum-pfigen oder auch trocknen Stellen, in der montanen, sub-alpinen und alpinen Region der Alpen und des Jura. Juni.A on dieser Art sind die Beeren ebenfalls essbar, alleinsie sind fader als die Heidelbeeren.

5. 7. Yilis-idaca L. Preiselbeere. Immergrün, W.Blätter umgekehrt-eirund, am Rande eingerollt, am Rü-cken punktirt. Blumen blassroth, in eine überhängendc