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Die Flora der Schweiz : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Vertheilung nach allgemein physischen und geologischen Momenten / von A. Moritzi, Professor der Naturgeschichte an der Höhern Lehranstalt in Solothurn
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Convolvulaceae.

28(j

Polemoninm.

Kelch 5spallig. Krone radförmig, unten durchdie breiten Staubfäden geschlossen.

t. P. coeruleum L. Stengel kahl, blätterig, 25'.Blätter gefiedert: Blättchen cirund-lanzett, zugespitzt, kahl.Blumen blau, traubenständig, aufrecht. 2J. Sommer. Fin-det sich auf Weiden und waldigen Stellen. Im Jura vonder Birs-Ehene an bis in die Neuenburger Thäler; in denAlpen des Waadtlands und Unter-Wallis und in Grau-bünden in vielen subalpinen und alpinen Thälern. Ehe-mals war die Pflanze unter dem Namen Valeriana graecaofficinell ; jetzt dient sie bloss als ein Ziergewächs inGärten. Sie ist eine Ilumuspflanze und daher an keinGestein besonders gebunden.

Das P. rhaeticum, das H. Thomas in Graubünden ent-deckt hat, dürfte wohl nur eine durch locale Zuständehervorgebrachte Form obiger Art sein.

LXXI. Familie.

Convolvulaceen (Convolvulaceae).

Kelch regelmässig, bleibend, meist 5spaltig.Krone einblätterig, regelmässig, 5spaltig. Staub-gefässe 5, auf der Kronröhre und mit den Kron-lappen abwechselnd. Stempel aus einem freienOvarium, einem Griffel und einer knopfförmigenoder gelappten Narbe bestehend. Frucht eine234klappige, 234fächerige Kapsel mit cen-tralständiger Placenta; ihre Scheidewände gehenvom Cenlrum aus gegen die Milte der Klappenund lösen sich zur Fruchtreife von denselben ab.Bei andern springt der obere Theil der Kapsel-wand deckelförmig ab und noch bei andern istdie Frucht nicht aufspringend. Samen wenig ineinem Fach, mit gebogenem Keim und kleinembreiartigem Eiweiss. Unsere C. sind Kräuter