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Geschichte der Botanik / von Emil Winckler
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Bon fernen ?teitern zum Juristen bestimmt, bezog Elu-sius die Universität Löwe». Er fand jedoch l'.ilb, daß dieRechtswissenschaft sein Beruf nicht sei; er betrieb deshalb dasStudium der damals nothwendigsten Sprachen uns beschäftigtesich dabei sehr eifrig mit der Botanik. Aus Neigung zudieser Wissenschaft durchreiste er die Niederlande, Deutschland,Frankreich, England,.Ungarn, Spanien und Portugal undwurde dabei von den grössten Uugliicksfällen heimgesucht. Im24. Lebensjahre bekam er die Wassersucht, und uachoem dieseKrankheit mit großer Muhe geheilt war, brach er in Spauieudurch einen Sturz vorn Pferde den rechten Arm, und balddarauf widerfuhr ihm derselbe Unfall au dem rechten Schenkel.Später wurde er Vorsteher des kaiserlichen botanischen Gar-tens zu Wien. Aber auch hier verfolgte ihn das Unglück. Inseinem 55. Lebensjahre verrenkte er sich den linken Fuß und8 Jahre darauf die rechte Hüfte, so daß er auf Krücken zugehen gezwungen war. Dieses letzte Uebel verursachte ihmdie größte Beschwerlichkeit, da es nachlässig behandelt undschlecht geheilt wurde. Auch kamen bald noch innere Krank-heiten hinzu, so daß er zuletzt seinem Amte in Wien nichtmehr vorstehen konnte und deshalb 1593 einen Ruf als Pro-fessor nach Leiden annahm. Daselbst starb er im Jahr 1609.Alle jene Leiden des Körpers waren aber nicht im Staute,die Kraft seines Geistes zu schwächen; mit unermüdlicher Aus-dauer schrieb er nicht nur mehrere eigene Werke, sondernübersetzte und erklärte auch Schriften anderer Botaniker. Dievon ihm neu aufgefundenen und besser, als früher, beschrie-benen Pflanzen sind sehr zahlreich. Vergl. darüber Sprengel,llist. rei herb. lib. IV. cap. 5, S. 410 422/)

') (Seine Hauptwerke sind: Rariorum aliquot stirpium per His-paniam observatarum historia. Antv. 1570. 8. Rariorumstirpium per Pannoniam, Austriam et vicinas quasilamprovincias observatarum bist. lbid. 1580. 8. Beide zusammen:Rariorum plant. bist. Antv. 1601 1633. Fol. Curae