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nicht bekannter Gewächse, namentlich Farrcnkräutcr, zusam-men; auch gebührt ihm das Verdienst, auf die wunderbarePracht der Pflanzenwelt Brasiliens zuerst nachdrücklich dieAustnerksamkcit der europäischen Pflanzcnkenner gelenkt zu ha-ben. Später hielt sich Langsdorff auch in Rio dc Ja-n eiro als russischer Konsul auf, und es gelangten durch seineBemühungen diele in den dortigen Gegenden gesammeltenPflanzen nach Europa herüber *). — Gegen das Ende dieserPeriode befand sich der Frankfurter G. W. Freiwciß inBrasilien; namentlich bereiste er auch die Provinz MinasGcraes; obgleich er selbst nichts über seine Entdeckungen be-kannt machte, hat er doch dadurch, daß er viele von ihmgesammelten Gewächse an Thunbcrg und Swartz, sowienach Deutschland schickte, der Wiffcnschast Vortheil gebracht^).Er hatte sich nebst Scllow dem Prinzen von Wicd-Ncuwied auf seiner Reise in Brasilien in den Jahren1815—1817 angeschlossen. Die Resultate dieser Reise wur-den von dem Prinzen von Neuwied selbst bekannt ge-macht; auch benutzte Martins später in seiner brasilianischenFlora I die bei dieser Erpcdition gesammelten Pflanzen. —
‘) Planles recueillies pendant le voyage des Russes autourdu inonde, expedifion dirigee par M. de Krusenstern.Parties I et II. Icones filicum. Tübingen 1810 — 1818. Fol.30 lad.
’) Einiges übet die von ihm anfgefnndenen Gewächse machtenThunberg (Plantaeum brasiliensinm. I)ec. I. praes. C. P.Thunberg, prop. J. Billberg. Upsala 1817. — Dec. II.prop. C. 6. Ahlberg. lbid. 1818) und Swartz (K.Wetensk. acad. Ilandl. 1817) bekannt.s ) Flora brasiliensis, seu enumeratio plantarum in Brasiliatarn sua sponte quam accedente cultura provenientium,quas in itinere auspiciis Maximiliani Joseplii I Ba-variae regis annis 1817 — 1820 peracto collegit partimdescripsit; alias a Maximiliane Principe Wiedensi,Sellovio aliisque advectas addidit, communibus arai-corum propriisque studiis secundum methodum naturalein